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Graffiti-Workshop lockt als Kulturrucksack-Projekt in den Herbstferien ins Jugendzentrum „ChilLaer“

„Gegen Lackdose-Intoleranz“

Laer

Im Rahmen des Kulturucksack-Projektes findet in Laer in den Herbstferien ein Graffiti-Workshop statt.

Von Sabine Niestertund

Bürgermeister Manfred Kluthe, Jugendtreff-Leiter Patrick Jensen und die Kulturbeauftragte der Gemeinde Laer, Gudrun Homann (v.l.), werben für den Graffiti-Workshop, der im Rahmen des Kulturrucksack-Projektes in den Herbstferien angeboten wird. Foto: Sabine Niestert

Möglichst bunt wie das Leben soll der Flur im Jugendzentrum „ChilLaer“ werden. Zurzeit ist dieser noch in einem eher langweiligen weiß gehalten. Doch das wird sich während eines Graffiti-Workshops, der im Rahmen des Kulturruck-Projektes unter dem Motto „Gegen Lackdose-Intoleranz“ angeboten wird, ändern. Das wünschen sich jedenfalls Jugendtreff-Leiter Patrick Jensen, Bürgermeister Manfred Kluthe und Gudrun Homann.

Bürgermeister

Als Kulturbeauftragte der Gemeinde Laer ist die Verwaltungsmitarbeiterin für die Organisation des „Kulturrucksack“-Projektes des Landes NRW zuständig, das es schon seit 2012 gibt. Die Gemeinde Laer gehört seit 2015 zu den Mitgliedern im „Connected-Verbund“ des Kreises Steinfurt und bietet jährlich eigene Aktionen an.

In diesem Jahr wird es der Graffiti-Workshop in den Herbstferien sein, in dessen Verlauf die Teilnehmer dem Jugendzentrumsflur einen neuen Anstrich verpassen sollen. „Sucht Euch Motive aus, gestaltet Sie selbst und dann ab damit auf die Wand“, heißt es auf dem bunten Aktionsflyer.

„Patrick Jensen hat immer tolle Einfälle“, lobt die Kulturbeauftragte die Zusammenarbeit des 34-Jährigen mit der Gemeindeverwaltung. „Neue Kräfte haben neue Ideen“ gibt dieser das Kompliment gleich an seine Mitarbeiterin und Betreuerin Viktoria Loos weiter. Die fand das Krankenhausweiß im Flur zwar schön, aber einfach ein bisschen eintönig.

Tolle Idee

Mit Hilfe von Jan Fietz vom Unternehmen „360Grad Art“ in Burgsteinfurt, das sich der Werbegestaltung für alle Bereiche verschrieben hat, wird mehr Farbe einziehen. Begeistert von dessen Projekt an der Hauptstation direkt am Bahnhof und unter der Brücke zeigt sich der Jugendtreffleiter. Er ist sich sicher, dass der Umgang mit der Spraydose und den anderen Gerätschaften auch der Jugend in Laer Spaß machen wird.

„Die Teilnehmer können die Motive selbst bestimmen, aber diese sollen einen Teil ihrer Lebenswelt wiedergeben“, so Patrick Jensen. Ganz wichtig beim Kulturruck-Projekt sei, dass die Kinder und Jugendlichen selbst etwas entwickeln und produzieren, weiß er aus seiner langjährigen Erfahrung. Wie Jensen weiter berichtet, hat sich Jan Fietz bereits ein Bild vom Jugendtreff gemacht und eigene Vorstellungen entwickelt. So könnte sich der Graffiti-Künstler als Motiv einen Baum vorstellen, dessen Äste über die Wände reichen.

Motive selbst bestimmen

Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 14 Jahren, die jetzt neugierig geworden sind, können sich bei Partick Jensen im Jugendzentrum telefonisch unter 0 25 54/94 03 13 oder per E-Mail an okja@initiative-laer.de zum Workshop, der vom 11. bis zum 15. Oktober (Montag bis Freitag) jeweils von 10 bis 15 Uhr läuft, anmelden. Ein Vor­termin, bei dem alle Einzelheiten besprochen werden sollen, findet bereits am 8. Oktober von 16 bis 19 Uhr im Jugendzentrum statt.

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