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Heimatverein Laer trotzt Corona

Gruppen wollen wieder durchstarten

Laer

Der Vorstand des Heimatvereins hat gemeinsam mit den Leitungen seiner Aktivgruppen Bilanz über das vergangene Jahr gezogen und einen Ausblick für das gerade begonnene neue Jahr gegeben. In diesem hoffen alle, wieder voll durchstarten zu können.

Von Sabine Niestert

Das Wohl des Heimatvereins und dessen positive Entwicklung liegt ihnen am Herzen (v.l.): Ulrike Kluck, Foto: Sabine Niestert

Die coronabedingten Einschränkungen haben ihn zwar behindert und viele Veranstaltungen unmöglich gemacht, doch untätig war der Heimatverein Laer im vergangenen Jahr trotzdem nicht. Das zeigt ein Pressegespräch im Haus Rollier. Zu dem hat der 2. Vorsitzende, Detlev Prange, auch die Leitungen der Aktivgruppen eingeladen, um gemeinsam mit ihnen Bilanz über 2021 zu ziehen und eine Vorschau auf das gerade begonnene neue Jahr zu geben.

Normalerweise würden die Unterabteilungen das während der Mitgliederversammlung tun, die für den 6. Februar geplant war. Doch in Anbetracht der Omikron-Variante, die die Corona-Situation noch verschärft hat, sehen die Verantwortlichen aus Sicherheitsgründen lieber davon ab. Sie ziehen es vor, die Versammlung mit dem schon traditionellen Grillfest im Sommer zu verbinden. „Je höher die Sonne, desto niedriger die Inzidenzen“, hofft Detlev Prange auf eine positive Entwicklung, die die Zusammenkunft dann auch ermöglicht.

2021 ist trotz Pandemie viel Kreatives entstanden

Und wie ist es den Aktivgruppen in 2021 ergangen und was haben sie für 2022 geplant? Brigitte Tschiedel, Sprecherin der Handarbeits- und Werkgruppe der Frauen, die die Frau des Vorsitzenden, Monika Wilmer, im Jahr 2014 neu gegründet hat, zeigt sich im Großen und Ganzen zufrieden. So haben sich die Akteurinnen – wenn die Corona-Lage es zuließ – jeden Dienstagnachmittag im Haus Rollier getroffen, um zu häkeln, zu stricken, zu nähen oder zu filzen. Zudem erstellten sie kleine Leckereien mit Produkten aus der Region. Das alles sowie auch Blaudruck-Arbeiten bieten die fleißigen Handarbeiterinnen in ihrem eigens eingerichteten „Lädchen“ an, das interessierten Besucherinnen und Besuchern dienstagnachmittags offen steht. Üblicherweise verkauft die Gruppe ihre Werke auch auf dem Laerer Weihnachtsmarkt, der in 2020 und 2021 coronabedingt ausgefallen ist. „Dafür waren wir an einem Wochenende auf dem Lichtermarkt in der Bahnhofsiedlung“, berichtet Brigitte Tschiedel.

Gut ausgelastet ist auch die Werkgruppe der Männer. Diese trifft sich jeden Montag in ihrer Werkscheune Am Bach zu gemeinsamer Arbeit. Wie deren Sprecher Manfred Sommer berichtet, war der Treffpunkt vom Hochwasser betroffen. So seien einige Gerätschaften davon völlig zerstört worden. Gefreut hat sich die Runde über die Verleihung des ersten Umweltschutzpreises und des zweiten Heimatpreises der Gemeinde Laer. Für diese haben die Männer 200 Nistkästen gebaut. An zahlreichen Stellen im Ort, wie beispielsweise auf dem Kirchplatz oder am Pfarrzentrum, werden die Handwerker wieder für „Möblierungen“ sorgen. Zudem hat die Runde Aufträge für vier Bänke auf dem Rathausplatz sowie jeweils eine Mitfahrbank in Laer und Holthausen. Fortgesetzt werden soll die integrative Zusammenarbeit mit den Kindergärten.

An den Ausflug der Fachgruppe für Naturschutz und Landschaftspflege zum Merfelder Bruch im vergangenen Sommer erinnert deren Sprecher Detlev Prange. Zudem habe man sich an der Müllsammelaktion „Saubere Landschaft“ beteiligt und viele Nistkästen gereinigt und gewartet. Für dieses Jahr sei beispielsweise die Besteigung des Laerer Kirchturms geplant. Dort wolle die Runde einen Falken ansiedeln, weil er der Wappenvogel der Gemeinde sei.

Archivarbeit schreitet voran

Viel Arbeit hat die Archivgruppe übernommen, deren Aufgabe es ist, Text-, Foto- und Dokumentenmaterial zu sichten und zu katalogisieren. Wie deren Sprecher Linus Stalbold berichtet, haben ihre Mitglieder die Bilder der ersten Laerer Lichterwochen aufgearbeitet. Das habe man der Gemeinde auch für die zweite Auflage zugesagt. Mit einer Bilderpräsentation bei Kalde hat sich die Gruppe selbst daran beteiligt. Hinzu kommt die Erstellung der beiden Heimatkalender für 2021 und 2022. Für den gesamten Heimatverein habe man ein erstes Logo erstellt, dass das Haus Rollier zeigt. Zudem hat die Gruppe weiter an ihrem Zeitungsarchiv gearbeitet.

Seit mehr als 20 Jahren gibt es die Kindergruppe unter der aktuellen Leitung von Brigitte Strotmann. Ihr gehören Mädchen und Jungen im Grundschulalter an. Diese haben in 2021 die Nistkästen bemalt, die mitten im Dorf hängen.

Virtueller Adventskalender lockt auch junge Menschen

Junge Menschen will auch Dr. Bernd Kroll ansprechen, der im vergangenen Jahr wieder einen virtuellen Adventskalender herausgegeben hat. „Wir hatten über 300 Follower“, freut er sich über die gute Resonanz. Zudem kündigt er vogelkundliche Exkursionen an. Gut angekommen seien auch die virtuellen Spaziergänge. Im November ist ein Instagram-Auftritt für die Jugend online gegangen.

Unter Corona gelitten hat auch die Radwandergruppe. So sind viele der Samstags- und Mittwochstouren in 2021 ausgefallen. Unter anderem auch deswegen, weil es nur beschränkte Einkehrmöglichkeiten gab. Im Sommer sollen donnerstags die Abendradtouren unter Leitung von Lutz Hellenkamp um 18.30 Uhr ab der Werkscheune wieder aufgenommen werden.

Nicht zu vergessen die Wandergruppe mit Ansprechpartner Hubert Bröker, die hofft, im kommenden Sommer wieder zahlreiche Ausflüge anbieten und auch durchführen zu können.

Kaum Gelegenheit bestand während der Wintermonate das Münsterländer Platt zu pflegen, das während der Herdfeuerabende im Haus Rollier im Rahmen der Brauchtumspflege, für die Norbert Niehues zuständig ist, gesprochen wird. So mussten die abendlichen Treffen und viele andere Termine pandemiebedingt abgesagt werden.

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