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Vernissage und „Tag der offenen Tür“ füllen Galerie Lengershaus

Gutes Omen für Laerer Kunstszene

Laer

Gut besucht waren die Vernissage am Samstag und der „Tag der offenen Tür“ am Sonntag in der neuen Galerie Lengershaus. Dort freute sich Gastgeber Tomasz Samek über das rege Interesse an seinen Werken, die unter dem Titel „Walls 1992-2006“ zu sehen sind. Der Neubürger sorgt für die Belebung der Kunstszene.

Von Annegret Roseund

Dr. Gudrun Bühl, Direktorin des Museums für Lackkunst Münster, und Bürgermeister Manfred Kluthe (r.) gratulierten ihrem Gastgeber Tomaz Samek zur Eröffnung seiner neuen Galerie Lengershaus. Foto: Rose

Das wird ein Treffpunkt für Kunst und Kultur. Wer sich am Samstagabend in Laer aufmachte, um bei der Eröffnung der Galerie und Ausstellung von Tomasz Samek dabei zu sein, fand eine große, gut gelaunte Menschenmenge, die sich in das frisch renovierte, historische Lengershaus aus dem Jahr 1898 auf der Hohen Straße drängte.

Lachend, sich unterhaltend, waren Menschen unterwegs, um das Ereignis in Laer mitzufeiern. Ein gutes Omen auf eine zu erwartende Zukunft einer Galerie. Hier lebt und atmet Kunst, während gegenüber das Café Heimat 3.0 Gäste für das leibliche Wohl umsorgt.

Tomasz Samek ist kein Unbekannter. Der Kunsthistoriker hat früh die Fotografie als Medium für seine künstlerischen Ambitionen gefunden. Schon deshalb ist das Forum für handwerkliche und freie Fotografie im Stadtmuseum Münster ein wichtiger Ort, neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer für die FHG, einem Verein für Fotografie. Also ein großes Plus an der Basis für die Galerie in Laer. Die jetzt ausgestellten Arbeiten zeigen vor allem sein Verhältnis zum Licht. Das ist sein Sujet.

Bürgermeister Manfred Kluthe skizzierte kurz den Übergang des Hauses auf Tomasz Samek, nach der gelungenen Restauration durch Michael Sulzbacher. Mit großer Erwartung freute er sich auf „eine lebendige Kunstszene und einen Ort der Begegnung“.

Mit dem Einführungsvortrag von Dr. Gudrun Bühl, der Direktorin des Museums für Lackkunst Münster, wurde den Besuchern klar, dass es Tomasz Samek nicht um Linien, Ecken, Kanten, zartes Blau oder Türkis geht, auch nicht um architektonische Besonderheiten, sondern um Lichtverhältnisse, die Architektur und Objekte bestimmen und wandeln können. Dazu ging sie auf Arbeitsgespräche mit Tomasz Samek ein und auf den in der Schau präsentierten Katalog „Walls 1992–2006“ ein.

Während dieses Kunstprojekt mit Anfängen in den 90er Jahren noch weiter Diskussionsgegenstand sein könnte, ist es vor allem eine Prognose auf die kommenden, im Lengershaus zu sehenden Arbeiten, die Samek zeigen will. Ein Gespür für die Kraft, mit der uns Licht berührt, besonders zwischen Farben immaterieller Leichtigkeit, ist in dieser Schau festgehalten.

Auch den „Tag der offenen Tür“ am Sonntag nutzten viele Gäste. Anschließend ging es ins Café Heimat 3.0, das Ashlie Dixon und Anne-Christine Böske betreiben. Auch dort freute man sich über die Besucherschar.

Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Dezember an jedem ersten und dritten Sonntag von 14.30 bis 17.30 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.

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