Krisenstab des Kreises räumt Fieberlazarett und dankt für Unterstützung

Helfer leisten 16 000 Einsatzstunden

Laer

Der Krisenstab des Kreises Steinfurt hat das Fieberlazarett in der Gemeinde Laer jetzt geräumt. Dieses war im März 2020 eingerichtet worden, um mit Corona infizierte Menschen aufzunehmen, die nicht so schwer erkrankt sind. Mehrere Male wurde die Einrichtung aufgrund von sogenannten Hotspots hochgefahren. Landrat Dr. Martin Sommer dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz und die gute Unterstützung.

wn

Landrat Dr. Martin Sommer (2.v.r.) und der Leiter der Stabsstelle Corona, Dr. Karlheinz Fuchs (r.), bedankten sich auch bei Laers Bürgermeister Manfred Kluthe (l.) und Pfarrer Andreas Ullrich (2.v.l.) vom Kuratorium Stiftung Marienhospital. Foto: Kreis Steinfurt/Dorothea Böing

Das Fieberlazarett in der Gemeinde Laer ist jetzt geräumt worden. Das nahmen Landrat Dr. Martin Sommer, Dr. Karlheinz Fuchs (Leiter der Stabsstelle Corona und designierter Dezernent für Gesundheit und Bevölkerungsschutz des Kreises Steinfurt), Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier sowie Marvin Lembeck vom Kreis Steinfurt zum Anlass, sich für die sehr gute Kooperation mit den Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz sowie Malteser Hilfsdienst und bei Laers Bürgermeister Manfred Kluthe und Pfarrer Andreas Ullrich vom Kuratorium Stiftung Marienhospital zu bedanken. Das geht aus einer Pressemitteilung des Kreises Steinfurt hervor. Dessen Krisenstab hatte im März 2020 im ehemaligen Marienhospital ein Fieberlazarett errichtet.

Die Gefahrenabwehr des Kreises Steinfurt hatte den pflegerischen Betrieb von insgesamt bis zu 200 Bettplätzen auf drei Betreuungsstationen vorbereitet. Mehrere Male wurde das Fieberlazarett aufgrund von sogenannten Hotspots benötigt, so beispielsweise, als im Frühjahr 2020 Bewohnerinnen und Bewohner einer flächig infizierten Pflegeeinrichtung aufgenommen werden mussten oder auch als Unterstützung für den Kreis Warendorf, als im Fieberlazarett infizierte und nicht-infizierte Arbeiter der Firma Tönnies untergebracht wurden.

Landrat Sommer sagte bei dem aufgrund der aktuellen Infektionslage kurzen Treffen vor dem Fieberlazarett, dass dieses für die ersten Monate der Corona-Pandemie eine sehr gute Lösung gewesen sei. Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten sei immer sehr gut gewesen und das Engagement außerordentlich. Alleine die Hilfsorganisationen, also der Malteser Hilfsdienst und das Deutsche Rote Kreuz, haben mit mehr als 120 Einsatzkräften insgesamt knapp 16 000 Einsatzstunden geleistet. Der MHD war unter anderem für die Einsatzkräfteplanung zuständig und das DRK für die Beschaffung aller Verbrauchsmaterialien während des Betriebs des Fieberlazaretts. Die Kreisverwaltung hatte das Ganze mit insgesamt sechs Mitarbeitern begleitet, beispielsweise von der Technik und der IT.

Im Laufe der Pandemie seien die Strukturen im Steinfurter Kreisgebiet für die Versorgung von Corona-positiven Menschen so gewachsen, dass von einer Extremsituation, in der das Fieberlazarett benötigt werden würde, nicht mehr auszugehen sei, so der Landrat. Daher habe sich der Krisenstab entschieden, das Lazarett zu räumen.

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