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Aus der Sitzung des Betriebsausschusses

Immense Steigerung der Kosten macht Probleme

Laer

„Sie müssen versuchen, dass Wasser in die Landschaft, auf Grünflächen, Sport- oder Spielplätzen umzuleiten“: Auch Starkregen und den Sturzfluten waren Themen in der Sitzung des Betriebsausschusses.

-lem-

Standen im Betriebsausschuss Rede und Antwort (v.l.): Christian Schröder, Michael Gollub, Daniela Veltrup, Oliver Ebert und Hermann Entrup von den Stadtwerken Emsdetten, die die Betriebsführung der Gemeindewerke Laer inne haben. Foto: Matthias Lehmkuhl

Die Betriebsführung der Gemeindewerke Laer obliegt den Stadtwerken Emsdetten. In der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses im Großen Sitzungssaal des Rathauses stellten Christian Schröder, Michael Gollub, Daniela Veltrup, Oliver Ebert und Hermann Entrup von den Stadtwerken Emsdetten den Jahresabschluss 2020, den Wasser- und Abwasserwirtschaftsplan 2022 und den Zwischenbericht für das Jahr 2021 vor.

„Wir gehen von konstanten Wasserpreisen aus“, erklärte Michael Gollub, als er näher auf den Wirtschaftsplan einging. „Wir können erst dann starten, wenn das Projekt startet“, wies Christian Schröder auf den geplanten Bürgerradweg Laer-Holthausen hin, dessen Umsetzung noch nicht begonnen hat.

Anschließend wurde der Wasserwirtschaftsplan 2022 einstimmig von den Mitgliedern des Betriebsausschusses beschlossen. Bei den geplanten Investitionsmaßnahmen im Abwasserbereich machen den Stadtwerken Emsdetten die explosionsartig gestiegenen Kosten für Material von bis 30 Prozent zu schaffen. Rund 2,6 Millionen Euro wollen die Stadtwerke investieren. Bei einer Enthaltung wurde auch der Abwasserwirtschaftsplan für 2022 beschlossen.

Anschließend informierte Michael Gollub die Ausschussmitglieder über das laufende Wirtschaftsjahr und gab einen Zwischenbericht ab. „Sowohl im Wasser- als auch im Abwasserbereich liegen wir unter dem Plan“, konnte er Ersparnisse vermelden.

Heinrich Gomer von der Flick Ingenieurgemeinschaft aus Ibbenbüren stellte die Fortschreibung des Abwasserbeseitigungskonzepts bis 2027 vor. Demnach sind folgende größere Maßnahmen in den nächsten sechs Jahren vorgesehen:

Erschließung Baugebiet Freisenbrock IV (2023, rund 285.000 Euro);

Erschließung Baugebiet Holthauser Straße (2022, etwa 147.000 Euro);

Erschließung Baugebiet Dörrhof (rund 135.000 Euro);

Erschließung Gewerbegebiet Heiligenfeld (2022, etwa 240.000 Euro);

Sanierung Regenwasserkanal Münsterdamm (2022, rund 300.000 Euro);

Sanierung Regenwasserkanal Terup (2026, etwa 303.00 Euro);

Sanierung Mischwasserkanal Frauenstraße (2028, rund 120.000 Euro);

Sanierung Regenwasserkanal Bammeltring/Johanniterstraße (2028, etwa 200.000 Euro);

Sanierung Regenwasserkanal Zum Heiligenfeld (2028, rund 190.000 Euro);

Sanierung Mischwasserkanal Am Blick (2022, etwa 600.000 Euro).

Gomer erläuterte noch, wie die Ewaldigemeinde künftig dem Starkregen und den Sturzfluten Herr werden könnte: „Sie müssen versuchen, dass Wasser in die Landschaft, auf Grünflächen, Sport- oder Spielplätzen umzuleiten.“

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