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Lesepädagogin Gisela Werenbeck besucht die Grundschule mit Büchern im Gepäck

Klassen dürfen entscheiden

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Lesepädagogin Gisela Werenbeck ist ein gerne gesehener Gast in der Werner-Rolevinck-Schule. Kurz vor den Weihnachtsferien war sie wieder vor Ort. Wie Rektorin Syliva Beyer berichtet, wird in den dritten und vierten Klassen gerade ein Leseprojekt durchgeführt. Dabei werden den Kindern jeweils 15 Bücher vorgestellt, die im Bestand der Schule verbleiben und den Grundstock für eine Leseoase bilden sollen.

Von Sabine Niestertund

Als Literatur- und Lesepädagogin kennt sich Gisela Werenbeck bestens mit guter Lektüre aus. Der Klasse 1 c hat die Besucherin gleich 15 Exemplare mitgebracht. Zudem stellt sie den Mädchen und Jungen einige der Bücher, die besonders viele Karten auf sich vereint haben, näher vor.Foto: Sabine Niestert Foto: Foto: Sabine Niestert

Gespannt haben die Mädchen und Jungen der Klasse 1 c Gisela Werenbeck erwartet. Die Literatur- und Lesepädagogin kommt nach der ersten großen Pause zu ihnen. Im Gepäck hat die Besucherin eine blaue Decke und einen Karton. In dem befinden sich 15 Bücher, die der Gast nach der jeweiligen Vorstellung in die Mitte des Sitzkreises der Schülerinnen und Schüler ablegt. „Ob „Pudding in Not“, „Bitte nicht öffnen“, „Die magischen Traumtiere“ oder „Fanny und die Liebe“, die Titel klingen vielversprechend.

„Das kenn ich schon“. „Da haben wir ein Hörbuch von“, lauten nur einige Kommentare der Kinder, die an diesem Vormittag von ihrer Mathelehrerin Barbara Burlage betreut werden. Auch Schulleiterin Sylvia Beyer hat sich für den besonderen Termin Zeit genommen. Wie sie im Gespräch mit dieser Zeitung erklärt, führt die Werner-Rolevinck-Schule in den dritten und vierten Klassen gerade ein Leseprojekt durch. In dessen Rahmen stellt Gisela Werenbeck den Kindern jeweils 15 Bücher vor, die im Bestand der Schule verbleiben und später den Grundstock für eine Leseoase bilden sollen.

„Eine tolle Sache“, befinden auch die Erstklässler, die viel Spaß an der Bücher-Aktion haben. Gisela Werenbeck hat allen Kindern eine Karte überreicht. Diese sollen sie auf den Büchern ablegen, die ihnen am besten gefallen. „Es darf auch Mehrfachnennungen geben“, erklärt die Besucherin, denn die Entscheidung fällt dem Nachwuchs gar nicht so leicht. Zwei der Bücher können sogar vier Stimmen auf sich vereinen, während wenige Exemplare ganz leer ausgehen.

Der Titel und das Cover des Buchs „Molly und die Räuber von Morlau“ scheint den Geschmack der Erstklässer gut getroffen oder sie zumindest neugierig gemacht zu haben. So hat es gleich mehrere Karten auf sich vereint. Deswegen stellt die Lesepädagogin das Buch den Zuhörern näher vor. „Das ist eine magische und spannende Geschichte von einem starken Mädchen“, berichtet die Bücherfreundin, die selbst liebend gerne liest und auch bei anderen, die Freunde am Lesen wecken will. Ihr Wunsch ist es, Kinder und Jugendliche zu fördern, die noch nicht so viel Kontakt mit Literatur hatten, damit sie erfahren, wie bereichernd es sein kann, sich Vorlesen zu lassen oder selbst die Nase in Bücher zu stecken und sich darin zu vertiefen.

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