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Männer um Manfred Sommer haben mehr als 200 Nistkästen gebaut

Klimaschutzpreis für die Werkgruppe

Laer

Mit dem ersten Klimaschutzpreis der Gemeinde Laer haben Bürgermeister Manfred Kluthe und der Kommunalmanager der Westenergie, Norbert Lüssem im Beisein des Klimaschutzmanagers Daniel Matlik die Männer-Werkgruppe des örtlichen Heimatvereins ausgezeichnet. Diese hatte über 200 Nistkästen gebaut, um den Eichenprozessionsspinner in beiden Ortsteilen umweltschonend zu beseitigen.

Von Sabine Niestertund

Bürgermeister Manfred Kluthe (l.), Klimaschutzmanager Daniel Matlik (2.v.r.) und Norbert Lüssem (r.), der Kommunalmanager bei der Westenergie ist Foto: Sabine Niestert

Bürgermeister Manfred Kluthe und Klimaschutzmanager Daniel Matlik haben dafür gesorgt, dass es in der Gemeinde Laer neben dem Heimat- ab sofort auch einen Klimaschutzpreis gibt. Dieser wurde jetzt an die Männer-Werkgruppe des örtlichen Heimatvereins verliehen. Während eines Pressetermins im Alten Speicher nahmen Gruppenleiter Manfred Sommer und sein Mitstreiter Hermann Harenbrock die Auszeichnung in Form einer Urkunde entgegen. Zudem versprach Norbert Lüssem von der Westenergie, 1000 Euro – mit so viel Geld ist der Klimaschutzpreis dotiert – an den Heimatverein zu überweisen.

„Die Urkunde kommt ins Haus Rollier und mit dem Geld werden wir weitere Nistkästen bauen“, kündigte Manfred Sommer an, der sich im Namen der Gruppe für die offizielle Anerkennung bedankte. Dass der Klimaschutzpreis auch ein Ansporn für andere Vereine, Gruppierungen oder Einzelpersonen ist, sich für den Natur- und Umweltschutz vor Ort zu engagieren, hofft der Bürgermeister, der sich vom Engagement der Werkgruppe begeistert zeigte. Diese hat in den vergangenen Monaten mehr als 200 Nistkästen für Vögel gebaut. Ziel der Aktion war es, den Eichenprozessionsspinner zu bekämpfen. Der Schädling ernährt sich von Blättern seines Wirtsbaumes und verursacht auf diese Weise Lichtungs- und Kahlfraß. Üblicherweise werden die Raupen mit Pestiziden beseitigt, was natürlich nicht gerade umweltfreundlich ist. Deswegen ist die Bekämpfung des Schädlings durch Vögel für den Wald und seine Bewohner eine zusätzliche und zugleich schonende Variante, um das Problem zu beseitigen. Eine Methode, die nicht nur dem Klimaschutzmanager, sondern auch dem Bürgermeister und dem Kommunalmanager der Westenergie sehr beeindruckt hat. „Mit seinem Projekt leistet der Verein einen ganz eigenen Beitrag in puncto Umweltschutz“, begründete Norbert Lüssem die Entscheidung der Jury. Die Werkgruppe sei ein großartiges Vorbild dafür, dass wirklich jeder einen kleinen Beitrag leisten könne. Das sah auch der Bürgermeister so, der neben der Wirksamkeit für den Umweltschutz, die Nachhaltigkeit, den Innovationsgrad, die Kreativität und den persönlichen Einsatz der Männer im Rahmen des Vorhabens lobte. Sie hätten nicht nur die vereinseigene Kindergruppe, sondern auch Mädchen und Jungen der Kindergärten motiviert, die Nistkästen bunt zu bemalen. Björn Voss und Benedikt Niehues hatten die hübsch gestalteten Häuschen dann an verschiedenen Stellen von der Quelle des Ewaldi­bachs bis zum Dorfteich aufgehängt.

Wie Manfred Sommer berichtete, wurden insgesamt 60 Vogelhäuschen auch im Ortsteil Holthausen installiert. 20 davon hätten ihren Platz im Bereich des dortigen Marienkindergartens gefunden. „Zu 80 Prozent werden sie von den Vögeln angenommen“, freute sich Hermann Harenbrock über die gute Resonanz.

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