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Laers Verwaltungschef zu Gast beim Pfarrsenioren-Treff

Kluthe praktiziert Bürgernähe

Laer

Bürgermeister Manfred Kluthe wollte während eines Besuchs des Seniorentreffs im Pfarrzentrum wissen, was die ältere Generation besonders bewegt. Stets um Bürgernähe bemüht, lud der 45-Jährige alle dazu ein, sich in das Gemeinschaftsleben vor Ort einzubringen und dieses mitzugestalten.

Von Sabine Niestert

Bürgermeister Manfred Kluthe ist am Dienstagnachmittag Gast im örtlichen Pfarrheim gewesen. Dort trafen sich die Pfarrsenioren zur Kaffeerunde. Der Besucher nutzte die Gelegenheit, direkt ins Gespräch mit der älteren Generation zu kommen. Zudem berichtete er über die Entwicklungen in der Gemeinde Laer Foto: abi

Die Idee, Laers Bürgermeister in die Pfarrsenioren-Runde einzuladen, erweist sich als goldrichtig. Auf die Anfrage von Eva Thüning, die mit ihrer Schwester Mina Sohlbach und Elisabeth Gövert den Treff im örtlichen Pfarrzentrum leitet, hat Manfred Kluthe auch gleich zugesagt. Der Verwaltungschef nutzt die letzte Ferienwoche gerne, und nimmt sich an diesem Dienstagnachmittag ausgiebig Zeit für die ältere Generation.

Rehplage

Schon beim Kaffeetrinken sucht der 45-Jährige das Gespräch an den verschiedenen Tischen, die von den „Kaffeedamen“ Waltraud Frenkert, Anneliese Stenberg, Mechthild Kottmann und Hanni Viefhues bewirtet werden. Dabei nimmt der Besucher verschiedenste Anregungen, Wünsche und Ideen aus dem Publikum auf. Schließlich hat er sich Bürgernähe auf die Fahnen geschrieben.

„Der Saal ist voll und das Interesse groß“, begrüßt Eva Thüning die Besucherschar. Vom Bürgermeister als „kompetenten Gast“, der die Geschicke der Gemeinde Laer leitet, erhofft sie sich, Antworten auf Fragen, die besonders den Seniorinnen und Senioren – die Frauen sind deutlich in der Überzahl – unter den Nägeln brennen. Dass es davon einige gibt, weiß auch der Bürgermeister. Ihm ist klar, dass für ältere Menschen Themen, wie beispielsweise Pflege, Gesundheit, Mobilität und Barrierefreiheit besonders wichtig sind.

Stolperfallen

Natürlich geht es auch um den Zustand des kommunalen Friedhofs, auf dem schon viel geschehen ist. Der Bürgermeister bedauert, dass die Politik der Einzäunung der Anlage zur Beseitigung der „Rehplage“ nicht zugestimmt hat. Die würde 10 000 bis 15 000 Euro kosten, was dem Haupt- und Finanzausschuss, der zudem auf das bereits bestehende Friedhofskonzept hingewiesen hat, das Schritt für Schritt umgesetzt werden soll, zu teuer erschien.

Kluthe verspricht in dieser Sache am Ball zu bleiben, um weitere Schäden an frischen Kränzen und Blumen sowie andere Verwüstungen künftig zu vermeiden. In einem anderen Punkt weist der Verwaltungschef darauf hin, dass die Gemeinde trotz ihres leeren Geldsäckels einiges erreichen kann, wenn alle Bürgerinnen und Bürger sich einbringen und es der Kommune auch weiterhin gelinge, verschiedene Förderquellen anzuzapfen. Mit diesen und der Eigeninitiative der Bevölkerung soll beispielsweise der Dorfkern weiter verschönert und belebt werden. Als erste Beispiele nennt der Gast die neuen Bänke auf dem Rathausplatz, die die Werkgruppe des Heimatvereins angefertigt hat oder die Fontänen am Rathausteich, die auch für die Sauerstoffzufuhr des kleinen Gewässers sorgen. Als immer geöffnet, weil man durchschauen kann, beschreibt der Redner das dortige „Kunstgewächshaus“.

Tempo 30

„Für Hinweise bin ich dankbar“, meint der Bürgermeister zu möglichen „Stolperfallen“ im Gemeindegebiet, die gerade für ältere Menschen schnell gefährlich werden können. Mit Vertretern des VdK habe er bereits einen Ortsspaziergang gemacht, bei dem sich unter anderem gezeigt habe, das besonders an der Pohlstraße und im Heiligenfeld Handlungsbedarf bestehe.

Die Zuhörerschaft erfährt an diesem Nachmittag zudem, dass es im Gemeindegebiet über 900 Leuchten gibt. Die Verantwortlichen würden zurzeit darüber nachdenken, wie man vor dem Hintergrund der Energiekrise Licht absenken und weiter sparen könne, berichtet Kluthe.

Ob Kulturprogramm, Tempo 30, Entschärfung der Ortsdurchfahrt, Leerstände, Bürgerbus, Vereinsleben, sozialer Wohnungsbau, Rathaus-Jubiläum, neues Café oder Umbau des Marienhospitals, der Bürgermeister spannt einen weiten Bogen. Er sieht die Gemeinde auf einem guten Weg, möchte diese aber noch weiter für eine gute Zukunft rüsten. Wie er betont, benötigt er dafür die Unterstützung aller Bürgerinnen und Bürger.

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