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Antrag der Grünen Thema im Sozialausschuss

Laer beteiligt sich an Refill-Aktion

Laer

Da die Sommer immer heißer werden, soll es künftig auch in Laer ein Trinkwasserangebot geben. Das hat der Sozialausschuss beschlossen, der damit einem Antrag von den Grünen folgte. Auffüllstationen sollen am Rathaus, an der alten Apotheke an der Pohlstraße und am Café Heimat 3.0 an der Hohen Straße errichtet werden. Die Mehrheit lehnte aus Kostengründen die Installation eines Trinkwasserspenders allerdings ab.

Alles in Maßen und aus aus finanziellen Gründen nichts übertreiben. Auf diesen kurzen Nenner lässt sich das Ergebnis einer Diskussion während der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses zusammenfassen. Dabei ging es um einen Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen auf Einrichtung kostenloser Trinkwasserangebote im öffentlichen Raum, den Dr. Silke May-Landgrebe erläuterte.

Vor dem Hintergrund, dass die sommerlichen Hitzeperioden immer mehr zunähmen, sei es dringend geboten zu handeln, meinte die Sprecherin der Grünen, die daran erinnerte, dass sich die Gemeinde mit dem Beitritt zum Klimabündnis auch die Reduzierung von Plastikmüll zum Ziel gesetzt habe. Die Initiierung oder Unterstützung von Refill-Aktionen könne dabei helfen.

Drei Auffüllstationen

Dass die Gemeinde bereits auf dem Wege sei, Unterstützer vor Ort für diese Idee zu finden, erklärte Bürgermeister Manfred Kluthe. Geplante und bereits zugesagte Auffüllstationen solle es am Rathaus, an der alten Apotheke an der Pohlstraße 17 b und beim Café Heimat 3.0 an der Hohen Straße 21 geben.

Dort könnten die Bürgerinnen und Bürger bei Bedarf ihre selbst mitgebrachten Trinkflaschen auffüllen. Überall dort, wo sich eine Refill-Aufkleber am Fenster oder der Tür befänden, sei die kostenfreie Leitungswasserentnahme möglich. Die Grünen regten an, auch bei den Tankstellen nachzufragen, denn an den Wochenenden hätten die genannten Orte ja bekanntlich zu.

Während alle Fraktionen diesem Teil des Antrags zustimmten, votierten die CDU, die SPD und die FDP gegen das Ansinnen der Grünen, an einer zentralen Stelle in der Ortsmitte von Laer einen Trinkwasserspender zu installieren, um an besonders heißen Tagen Zugang zu Trinkwasser im öffentlichen Raum zu gewährleisten. Dass diese Einrichtung die Gemeinde bis zu 20 000 Euro plus der laufenden Betriebskosten, die sich voraussichtlich auf bis zu 9 000 Euro jährlich belaufen könnten, kosten könnte, gab die Gemeindeverwaltung zu bedenken. Das würde dauerhaft den Haushalt belasten, was sich die Kommune vor dem Hintergrund ihrer Finanzknappheit nicht leisten könnte.

Entwicklung der Problematik abwarten

Ähnlich sahen das Sven Lohmeier von der FDP, Sybille Höner von der CDU und Sabine Schulte von der SPD. Sie sprachen sich dafür aus, es erst einmal bei der Beteiligung an der Refill-Aktion zu belassen und abzuwarten, wie sich die Problematik weiter entwickelt.

Silke May-Landgrebe erklärte, dass es sich bei der Einrichtung kostenloser Trinkwasserangebote im öffentlichen Raum bald nicht mehr um eine freiwillige Aufgabe handeln würde, vielmehr wolle der Bund die Gemeinden und Städte im Rahmen der Daseinsfürsorge dazu verpflichten.

„Wir wollen Wind in die Segel bringen, aber erst mal niederschwellig beginnen“, schlug Kluthe vor, mit dem ersten Schritt zu starten und den zweiten auf alle Fälle im Kopf zu behalten.

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