1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Laer
  6. >
  7. Masthähnchen aus Freilandhaltung

  8. >

Hof Schulze Pröbsting erweitert Spektrum

Masthähnchen aus Freilandhaltung

Laer

Der Hof Schulze Pröbsting vermarktet Eier von Hühnern, die in Freilandhaltung leben. Doch seit einiger Zeit hält der Familienbetrieb auch Masthühner und plant, außer den frischen Eiern auch Hähnchenfleisch von freilaufenden Masthähnchen zu verkaufen. Die mit viel Bewegungsdrang ausgestatteten Hühnervögel werden nach 60 Tagen geschlachtet und wiegen gute zweieinhalb Kilo.

Von Rainer Nix

Maria und Matthias Schulze Pröbsting (r.) sowie Sohn Jannik und Partnerin Patricia Wermelt (l.) freuen sich über die Angebotserweiterung mit Masthähnchen. Foto: Nix

Wer im Vowinkel am Hof der Familie Schulze Pröbsting vorbei radelt, sieht dort „bunte Hühner“, die sich in der Freilandhaltung offensichtlich sehr wohlfühlen. „Die Leute finden es interessant, Hühner in ungewöhnlichen Farben zu sehen“, sagt Jannik Schulze Pröbsting, Junior des Hauses, „bleiben stehen und schauen genau hin“, ergänzt er. Der junge Hühnerbauer fügt hinzu: „Wir halten im Stall auf der grünen Wiese bereits rund 50 Masthähnchen.“

Daher sollen demnächst nicht nur Eier vermarktet werden, sondern auch Hähnchenfleisch aus Freilandhaltung. Zum Herbst hin wird ein mobiles Hühnermobil angeschafft, mit dem sich die Standflächen wechseln lassen. Diese Art „Wohnmobil“ ermöglicht es, den Tieren stets Grünauslauf zur Verfügung zu stellen. „Der Parasitendruck ist geringer, und die Hühner haben immer frisches Gras zum Scharren“, erläutert Schulze Pröbsting.

Die Masthähnchen halten sich gerne im Freigehege vor ihrem Stall auf. Wie oft behauptet, ist es nicht so, dass diese Tiere nur auf der Stange sitzen und sich kaum bewegen. Sie sind im Gegenteil ziemlich agil und sonnen sich auch einmal gern.

Aber nie lange, dann siegt wieder der Bewegungsdrang. „Die Hähnchen werden nach 60 Tagen geschlachtet“, sagt Jannik Schulze Pröbsting, „dann haben sie mit bis zu zweieinhalb Kilo ein gutes Gewicht.“

Auch auf die Ernährung werde sehr genau geachtet. „Wir verwenden Futter ohne Gentechnik, zu 20 Prozent setzen wir ganze Weizenkörner zu.“

Ursprünglich ist der Hof ausschließlich ein Betrieb für Schweinemast und Ferkelaufzucht, aktuell mit nahezu 200 Sauen. Die Direktvermarktung von Eiern und Geflügelfleisch erweitert jetzt das Spektrum.

Startseite