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Christine Lengers aus Laer geht als Freiwillige für ein Jahr nach Uganda

Mit viel „Antibrumm“ im Koffer

Laer

Christine Lengers hat bereits schon jetzt konkrete Vorstellungen, was sie alles in ihre Koffer packen wird. Denn 19 Jahre alte Laererin fliegt als Freiwillige des Bistums Münster am 22. September in das ostafrikanische Land Uganda, um dort in einem sozialen Projekt mitzuarbeiten. Die Messdienerin und Abiturientin will nach ihrem Auslandsjahr Soziale Arbeit oder fürs Grundschullehramt studieren.

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Christine Lengers aus Laer geht als Freiwillige des Bistums Münster für ein Jahr nach Uganda. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Niewöhner

Vom Mückenspray „Antibrumm“ wird Christine Lengers gleich mehrere Flaschen in ihren Koffer packen: „Das braucht man in Uganda“, weiß die 19-Jährige von früheren Freiwilligen. Die junge Frau aus Laer ist bestens präpariert für ihr bevorstehendes Abenteuer. Nach dem Abitur an der Hildegardisschule in Münster fliegt sie am 22. September als Freiwillige des Bistums Münster nach Ostafrika, um dort in einem sozialen Projekt mitzuarbeiten.

„Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen macht mir viel Freude“, sagt Christine Lengers. In Obiya Palaro wird sie zusammen mit drei weiteren jungen Frauen vor allem an einer Schule Englisch unterrichten und Nachhilfe geben. Nachmittags übernehmen die Freiwilligen das Freizeitprogramm für die Kinder. Dafür bringt die 19-Jährige reichlich Erfahrung mit. Als Messdienerleiterin engagiert sie sich lange schon in der Pfarrei Hll. Brüder Ewaldi. Zudem hat sie im Altenberger Schwimmverein Jugendtraining gegeben. Gerne würde sie nach ihrem Auslandsjahr Soziale Arbeit oder fürs Grundschullehramt studieren.

Gemeinsam mit den übrigen Freiwilligen aus dem Bistum hat sich Christine Lengers bei Vorbereitungstreffen und mehrtägigen Seminaren in Münster und Berlin intensiv auf den Auslandsaufenthaltvorbereitet: „Wir sind eine tolle Gemeinschaft, in der wir uns aufgehoben und prima betreut fühlen.“ Falls es Probleme gibt, wissen Christine Lengers und ihre Mitstreiter, an wen sie sich wenden können. In der Gruppe haben sie darüber gesprochen, wie bei interkulturellen Konflikten am besten zu reagieren ist und was es in den jeweiligen Ländern an Besonderheiten zu beachten gilt. Alle Situationen ließen sich im Vorfeld sicher nicht durchspielen, doch von den Erfahrungen Ehemaliger können sie profitieren. Sorgen um die Kommunikation machen sich die Freiwilligen nicht. Englisch sprechen sie nahezu perfekt: „Der Rest geht mit Händen und Füßen.“

Viel gab und gibt es in den Wochen vor der Abreise zu erledigen. Visum und Kreditkarte mussten beantragt werden. Gegen das Corona-Virus sind alle Freiwilligen vor dem Abflug selbstverständlich doppelt geimpft. Angst vor Heimweh hat Christine Lengers nicht. „Wir werden bestimmt so viel erleben, dass wir keine Zeit für trübe Gedanken haben“, vermutet sie. Trotzdem wird die Laererin ihre Familie und Freunde vermissen: Aber dank Skype, Whatsapp und anderen Kommunikationsplattformen lässt sich heute auch über tausende Kilometer einfach Kontakt halten.

Die Wochenenden und natürlich die Ferien wollen die Freiwilligen wie ihre Vorgänger nutzen, um Land und Leute kennenzulernen. Ob das in der Corona-Pandemie klappen wird, müssen sie abwarten. Fest steht für die Laererin, dass sie die Monate in Afrika weiterbringen werden: „Ich kann in dieser Zeit meinen Horizont erweitern.“

Informationen zum Freiwilligendienst im Bistum Münster gibt es im Internet unter www.ms-freiwillig.de

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