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Streit im Hauptausschuss um einen Sitz im Kuratorium Stiftung Marienhospital

Norbert Rikels oder Hubert Bröker?

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Norbert Rikels oder Hubert Bröker, wer rückt für Bauamtsleiter Stefan Wesker als neues Mitglied in das Kuratorium Stiftung Marienhospital nach? Das war die spannende Frage, die sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses während ihrer jüngsten Sitzung stellten. Während sich die CDU und SPD für Norbert Rikels aussprachen, forderten die Grünen einen Sitz für Hubert Bröker. Die FDP enthielt sich der Stimme.

Von Sabine Niestertund

Wegen der weiteren Planung des „Marienquartiers“ Foto:

Die Frage, wer für Verwaltungsmitarbeiter Stefan Wesker in das Kuratorium Stiftung Marienhospital nachrückt, erwies sich während der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwochabend als strittig. Während sich die SPD und die CDU für das ehemalige SPD-Ratsmitglied Norbert Rikels ausgesprochen haben, möchten die Grünen Ratsherr Hubert Bröker ins Rennen schicken.

Dass der 59-jährige Vermessungsingenieur bestens für diese Aufgabe geeignet sei, betonte Grünen-Fraktionssprecherin Elisabeth Moser-Emmerich. So verfüge er über reichlich berufliche Sachkenntnis, sei in der Gemeinde bestens vernetzt, in verschiedenen Vereinen ehrenamtlich engagiert und auch der katholischen Kirche eng verbunden.

Ähnlich argumentierte CDU-Fraktionsvorsitzende Sybille Höner, die sich im Namen ihrer Partei für Norbert Rikels aussprach. Dieser sei bereits lange im Kuratorium gewesen, kenne sich mit der Entwicklung in Sachen Marienquartier bestens aus und sei auch durch seinen beruflichen Werdegang für die Mitgliedschaft prädestiniert, argumentierte die Christdemokratin.

Dass er beide Männer für geeignet halte, diesen Posten zu übernehmen, erklärte Bürgermeister Manfred Kluthe, der Kraft seines Amtes Mitglied im Kuratorium ist. Als weiteren Repräsentanten hat der Gemeinderat bereits Christdemokrat Klemens Mormann als Vorsitzenden des Bau- und Umweltausschusses in das Gremium entsandt.

Fachbereichsleiter Stefan Wesker war für den abgewählten Bürgermeister Peter Maier ins Kuratorium nachgerückt. Er sollte diesen Sitz weiterhin wahrnehmen, da seine Sachkenntnis, besonders im Hinblick auf die anstehenden Planungen auf dem Gelände des Marienhospitals gefragt war. „Damit hatte sich auch unsere Fraktion, die sonst diesen Sitz beansprucht hätte, einverstanden erklärt, weil wir dieses Vorgehen für sinnvoll und vernünftig gehalten haben“, beschrieb Elisabeth Moser-Emmerich die Position der Grünen. Da sich die Situation mit dem Weggang Weskers allerdings grundlegend geändert habe, beanspruchten sie als zweitstärkste Fraktion jetzt ausdrücklich diesen dritten Sitz, zumal die CDU bereits einen habe.

Bisher seien sie davon ausgegangen, dass das auch von allen Fraktionen so akzeptiert und mitgetragen würde. Doch im Verlauf der Diskussionen um die Nachbesetzung hätten sie den Eindruck gewonnen, dass besonders die CDU alles dransetze, um den Kandidaten der Grünen zu verhindern. Dass die CDU weder etwas gegen die Person Hubert Bröker noch etwas gegen seine Partei habe, betonte CDU-Fraktionschefin Höner, die bedauerte, dass man beim gemeinsamen Gespräch kein Protokoll geführt habe. Bei den Grünen vermisste sie den Kompromisswillen.

Weiteren Beratungsbedarf in seiner Fraktion kündigte Hubert Bröker an, der sich dafür aussprach, die Thematik in nächsten Ratssitzung am 30. Juni abschließend zu behandeln. Deswegen verzichtete der Ausschuss auf eine Abstimmung.

Ihre Stimmenthaltung kündigte die FDP an.

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