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Projekt „Patenschaften Obstwiese“ soll im Kleingarten realisiert werden

Obst statt Gemüse

Laer

Statt Gemüse sollen im Integrationsgarten der Gemeinde Laer in der Altenburg demnächst Obstbäume angepflanzt werden. Das hat Bürgermeister Manfred Kluthe während eines Pressetermins vor Ort angekündigt.

Von Sabine Niestert

Landwirt Karl-Heinz Hellenkamp hat die Fläche in der Altenburg 5, auf der sich im Sommer noch Gemüse befand, bereits umgepflügt. Auf dieser sollen demnächst Obstbäume angepflanzt werden. Das wünschen sich jedenfalls Teresa Dabska, Martin Wolf, Lilli Schmidt und Manfred Kluthe (v.l.) während eines Pressetermins vor Ort.

Die Saison war nicht die beste. Der häufige Regen hat dem Lehmboden arg zugesetzt. Die Ernte von Teresa Dabska und ihren Mitstreitern ist ehr bescheiden ausgefallen. „Die Kartoffeln waren ganz mickrig“, beschreibt die Leiterin des Integrations-Kleingarten-Projekts in Laer die Ausbeute des Gemüsegartens in der Altenburg 5, nahe der RadBahn und der Delbergbrücke gelegen.

Weil sich dort momentan nichts mehr abspielt, hat Karl-Heinz Hellenkamp die zirka 800 Quadratmeter Ackerfläche inzwischen umgepflügt. Dafür ist die Projektleiterin, die das Gärtnern als Hobby und Beruf zugleich bezeichnet, dem Laerer Landwirt mehr als dankbar, denn dank der Maschinenkraft geht es natürlich schneller als per Hand. Doch wie geht es mit dem Projekt weiter, wenn auf der Fläche nicht mehr unbedingt Gemüse angebaut werden soll?

Förderantrag in Planung

Auf diese Frage hat Bürgermeister Manfred Kluthe während eines Pressetermins eine Antwort. Er könne sich vorstellen, dass auf der Fläche künftig Obstbäume angepflanzt werden. Das solle im Rahmen des Projektes „Patenschaften Obstwiese“ im Rahmen des Landesförderprogramms „Komm-an“ geschehen. „Wir werden einen entsprechenden Förderantrag beim Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Steinfurt stellen“, kündigt der Verwaltungschef an, der sich in Begleitung seines Mitarbeiters Martin Wolf befindet, der den Fachbereich 3 für Infrastruktur und Bauen leitet.

Mit vor Ort ist auch die Leiterin des Integrationszentrums, Lilli Schmidt, die sich früher als Integrationsbeauftragte um Fragen rund um die Flüchtlingssituation im Kreis gekümmert hat. Wie sie betont, soll „Komm-an“ nicht nur Flüchtlinge, sondern alle Generationen und Schichten ansprechen. Die Fördergelder kommen vom Land NRW, erklärt die Besucherin, die das Laerer Kleingartenprojekt schon seit längerem kennt. Schließlich hat das Kommunale Integrationszentrum dessen Fortführung schon mehrmals zugestimmt.

Patenschaften für die Bäume

Der Bürgermeister hofft, dass auch das Nachfolgeprojekt gefördert wird, und betont dessen soziale Ebene. Er kennt auch schon viele Akteure vor Ort, die bereit wären, sich um die Verwertung des Obstes zu kümmern oder eine Patenschaft für einen der Bäume zu übernehmen. Kluthe könnte sich auch vorstellen, dass sich ein Imker einbringt. Teresa Dabska und ihren Mitstreitern sagt der Bürgermeister die volle Unterstützung der Gemeinde zu und lobt ihre bisherige Arbeit, die immer wunderbar geklappt habe. Das erhofft er sich auch für das Vorhaben „Patenschaften Obstwiese“. Bürger, die sich dafür interessieren, können sich bei Teresa Dabska unter Telefon 01 76/56 87 92 90 oder bei der Gemeindeverwaltung unter Telefon 0 25 54/91 02 70 melden.

Übrigens plant die Projektleiterin noch ein abschließendes Treffen mit der Gruppe, um eine Rückschau auf das vergangene Jahr und den Gemüseanbau zu halten. Dazu sind auch Freunde, Unterstützer und interessierte Bürger eingeladen. Der Termin dafür wird noch rechtzeitig bekanntgegeben.

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