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Durchfahrtsverbot für Laerer Ortskern

Schwerlastverkehr soll draußen bleiben

Laer

Ein völliges Durchfahrtsverbot für den Schwerlastverkehr durch den Ortskern von Laer fordern Bündnis 90/Die Grünen und eine Bürgerinitiative, die innerhalb von drei Wochen fast 900 Unterschriften für ihr Anliegen gesammelt hat. Dem entsprechenden Antrag der Grünen Fraktion hat der Bau- und Umweltausschuss zugestimmt. Der Bürgermeister wurde beauftragt, mit dem Landesbetrieb Verhandlungen aufzunehmen.

Regina Schmidt

Foto: nn

Schmale Fahrbahn, enge Kurven, dicht angrenzende Bebauung, kaum Ausweichmöglichkeiten, teils sehr beengte Bürgersteige und noch dazu hohes Verkehrsaufkommen, insbesondere Schwerlastverkehr. Die Ortsdurchfahrt Laer ist für Fußgänger und Radler zweifellos gefährlich, an einigen Stellen lebensgefährlich.

Bürger, Politiker und Gemeindeverwaltung haben über Jahrzehnte versucht, die Situation zu entschärfen, sind aber bisher immer am Veto des Landesbetriebes Straßen NRW gescheitert. Da die Laerer Ortsdurchfahrt eine Landstraße (L 555) ist, hat diese Behörde das Sagen.

Nun wagt die Bürgerinitiative „Sichere Ortsdurchfahrt Laer“ einen neuen Vorstoß. Die Forderungen: Verbot beziehungsweise Ableitung des durchfahrenden Schwerlastverkehrs, ausgenommen Ziel- und Quellverkehr; Einrichtung einer Tempo 30-Zone innerhalb der geschlossenen Ortschaft.

Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen hat diese Forderungen als Antrag in den Bau- und Umweltausschuss gebracht. „Lkw aus und in Richtung Darfeld können die vorhandene Ausweichstrecke über Horstmar nutzen“, argumentierte Fraktionschef Hubert Bröker. Die 3,5 Kilometer lange alternative Route über die L 579 und die L 580 würde die Nachbarkommunen Horstmar und Darfeld nur unwesentlich belasten, da sie ausschließlich über eine freie Strecke im Außenbereich führt.

Dei Grünen sehen keine andere Möglichkeit, als das völlige Durchfahrtverbot für den Schwerlastverkehr: „Alle bisher getroffenen Maßnahmen, wie Querungshilfen und Beschilderung, haben zu keinem befriedigenden und sicheren Ergebnis für die Menschen vor Ort geführt.“ Die stehen offenbar hinter der Initiative „Sichere Ortsdurchfahrt Laer“, wie deren Unterschriftenaktion belegt.

Hubert Bröker teilte im Ausschuss mit, dass innerhalb von drei Wochen fast 900 Unterschriften gesammelt worden sind. „Die Aktion läuft noch und die Initiative hofft auf weitere Unterstützung aus der Bevölkerung“, betonte er. Letztlich gehe es um die Stärkung der Gemeinde und des Bürgermeisters für neue Gespräche mit den übergeordneten Behörden.

Einstimmig nahm das Fachgremium den Antrag der Grünen an und erteilte Bürgermeister Manfred Kluthe den Auftrag zur Aufnahme von Verhandlungen mit dem Landesbetrieb Straßen NRW und dem Straßenverkehrsamt des Kreises Steinfurt.

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