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Kinder sollen ohne Gefahren ihren Weg per pedes zurücklegen können

Sicher auf dem Schulweg

Laer

Der Arbeitskreis „Sicherer Schulweg“, eine Untergruppe des Gemeinde- Ausschusses für Schule, Bildung und Sport, engagiert sich für eine Optimierung des Schulweges für die Kinder Werner-Rolevinck-Grundschule. „Unser langfristiges Ziel ist, den Bereich im Umfeld der Schule sicherer zu machen“, sagt die Ausschuss- und Arbeitskreis-Vorsitzende Elke Hemling. „Eltern sollten darüber nachdenken, ob es tatsächlich erforderlich ist, ihre Kinder mit dem Auto bis direkt vor die Schule zu fahren.“

Von Rainer Nixund

Mitglieder des Arbeitskreises „Sicherer Schulweg“ an der Elternhaltestelle gegenüber der Posten-Börse, nur wenige hundert Meter von der Rolevinck-Grundschule entfernt, rechts die Vorsitzende Elke Hemling.

Der Arbeitskreis „Sicherer Schulweg“, eine Untergruppe des Gemeinde- Ausschusses für Schule, Bildung und Sport, engagiert sich für eine Optimierung des Schulweges für die Kinder Werner-Rolevinck-Grundschule. „Unser langfristiges Ziel ist, den Bereich im Umfeld der Schule sicherer zu machen“, sagt die Ausschuss- und Arbeitskreis-Vorsitzende Elke Hemling. „Eltern sollten darüber nachdenken, ob es tatsächlich erforderlich ist, ihre Kinder mit dem Auto bis direkt vor die Schule zu fahren.“

Um es den Mädchen und Jungen zu ermöglichen, die letzten paar hundert Metern zu Fuß zurückzulegen, sind bereits seit längerem Elternhaltestellen an der Posten-Börse Enger Steinweg und bei Edeka eingerichtet. „Wir möchten die Nutzung erneut anstoßen“, so Hemling.

Der Arbeitskreis setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Ratsparteien, einer Vertreterschaft der Schule und der Kindergärten, der Senioren sowie einer und weiteren interessierten Bürgerschaft. Er wurde mit dem Ziel gegründet, Schul- und Kindergartenwege im Ewaldidorf auf Sicherheit zu überprüfen und Vorschläge zu machen.

„Ich unterstütze dieses Kernanliegen voll und ganz“, betont Bürgermeister Manfred Kluthe, selbst aktives Mitglied des Arbeitskreises. „Seit mehr als 100 Jahren ist es in Laer und Holthausen eine gute Tradition, dass Kinder möglichst in Gruppen zu Fuß zur Schule gehen“, erläutert er. Das sei auch in anderen münsterländischen Orten dieser Größe der Fall. „Wir möchten diese Tradition gerne verstärkt ins Bewusstsein zurückbringen“, so Kluthe. „Die rasante Verdichtung des Straßenverkehrs besonders an sensiblen Stellen ist gerade für schwächere Verkehrsteilnehmer eine Gefahr“, führt der Gemeindechef aus. Selbstverständlich sei es für Eltern wichtig, dass ihre Kinder sicher zur Schule gelangten, daher würden sie oftmals mit dem Auto bis vor das Schulgebäude gefahren. „Das“, so der Bürgermeister, “führt an dieser Stelle zu erhöhtem Verkehrsaufkommen und birgt Gefahren für die Schülerschaft“.

Der Arbeitskreis initiierte eine Umfrage über Schul- und Kindergartenwege bei Kindern und Eltern, auf welche Weise Mädchen und Jungen zur Schule gelangen. Laut des Verantwortlichen für die Frageaktion bei Schulkindern und Eltern, Nico Schültingkemper und Milena Tombrink, die für die Befragung der Kinderkartenkinder und deren Eltern verantwortlich war, lag die Rücklaufquote seitens der Schule bei mehr als 80 Prozent und von Seiten der Kindergärten bei 50 Prozent. Die Ergebnisse, die im Detail noch ausgewertet und demnächst auf der Gemeinde-Homepage veröffentlicht werden, bestärken den Arbeitskreis in seinem Anliegen. „Wir wollen Anreize schaffen“, so Kluthe. Neben den Elternhaltestellen sind weitere Maßnahmen im Gespräch, etwa durch Schülerlotsen mehr Sicherheit an Fußgängerüberwegen zu schaffen. So an den Zebrastreifen Hohe Straße und Darfelder Straße.

„Jeder kann das Amt eines Schülerlotsen übernehmen, wenn er sich vorstellen kann, für rund 20 Minuten einmal in der Woche aktiv zu werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Arbeitskreises. Um täglich einen Lotsendienst für diese Querungspunkte gewährleisten zu können, sind noch mindestens drei Personen am Zebrastreifen Hohe Straße erforderlich. Außerdem wird versucht, „Walking-Bus-Haltestellen“ im Dorfgebiet einzurichten. Das sind siedlungsnahe Treffpunkte für Kinder, die gemeinsam unter Leitung eines Erwachsenen zur Schule laufen. Große Gruppen von Kindern werden auf diese Weise besonders in der dunklen Jahreszeit besser gesehen.

„Ich bitte alle Eltern, unser Anliegen mitzutragen“, appelliert der Bürgermeister Kluthe, „denn nur, wenn alle mitmachen, kann es funktionieren.“ Fragen zu dem Thema nimmt die Gemeinde gerne entgegen.

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