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„Initiative on Tour“ muss zum ersten Mal ohne Bauwagen auskommen

Sonne satt begleitet Outdoor-Aktion

Laer

Sonne satt begleitet die Outdoor-Aktion der Initiative für Kinder und Jugendliche in Laer und Holthausen, die im Rahmen des Ferienprogramms jeden Tag auf einem anderen Spielplatz stattfindet und am Donnerstag am Wallheckenweg endet. Neben Spielen lockt ein Wasserpool, der besonders begehrt ist.

Sabine Niestert

Spiele rund ums oder im Wasser kommen bei den Besuchern der „Outdoor-Aktion“ und ihren Betreuern in diesen Hitzetagen besonders gut an. Aber auch kühle Getränke und Sonnencreme sind gefragt. Foto: abi

Sonne satt und subtropische Temperaturen begleiten die Outdoor-Aktion der Initiative für Kinder und Jugendliche in Laer und Holthausen. Im Rahmen des Laerer Ferienprogramms macht diese an jedem Tag an einem anderen Spielplatz Station. Am Mittwoch stehen Patrick Jensen und seine Helferinnen Helena Fey und Sophie Zumbrock an der Schorlemer Straße für den Nachwuchs bereit. Der Leiter des Jugendzentrums „ChilLaer“ und die beiden jungen Frauen sind bereits hitzeerprobt, denn passend zum Start der „Initiative on Tour“ am Montag ist der Sommer ausgebrochen. „Auf dem Sportplatz in Holthausen gab es leider kaum Schatten“, erinnert sich Helena Fey an den ersten Tag vor Ort.

Zum Glück haben die drei Betreuer einen Pool dabei, den an diesem Morgen freundlicherweise die Freiwillige Feuerwehr Laer mit dem begehrten kühlen Nass aufgefüllt hat. „Gestern haben uns Nachbarn mit Wasser ausgeholfen“, freut Sophie Zumbrock sich über die Unterstützung der Anlieger vom Düssen Berg. Dort befindet sich auch der Spielplatz „Hoppetosse“, der nur wenig Schatten bietet.

„Heute sind die Kinder wohl mehr im Freibad als bei uns“, vermutet Patrick Jensen, dass der Nachwuchs den Badebus, der im Rahmen des Laerer Ferienprogramms montags und mittwochs den Nachwuchs kostenlos zum Kombibad nach Borghorst fährt, an den Hitzetagen vorzieht. Trotzdem zählen die Organisatoren durchschnittlich über 20 Besucher pro Tag. Die können den Schatten der neuen Bierzelt-Garnitur beispielsweise zum Basteln nutzen oder sich beim Wikinger-Schach vergnügen.

Besonders beliebt sind die Wasserspiele, bei denen sich die Teilnehmer mit kleinen Plastikpistolen gegenseitig nass spritzen. „Ohne Sonnencreme und Wasser geht es gar nicht“, weiß der 31-jährigen Sozialarbeiter, der sich gleich am ersten Tag beim Fußballspielen einen Sonnenbrand im Nacken zugezogen hat. Um so mehr achten seine Mitstreiterinnen und er auf den Schutz der Kinder, die im Eifer des Spiels nicht immer bemerken, wie sehr sie sich verausgaben. Während die Erwachsenen die Hitze als anstrengend empfinden, sind die Sechs- bis Elfjährigen kaum zu bremsen. Trotzdem ist sich das Betreuer-Trio einig, dass die Sonne besser als Dauerregen ist. So gibt es den Bauwagen der Initiative nicht mehr, in dem sich die Kinder während der vergangenen Outdoor-Aktionen bei schlechtem Wetter zurückziehen konnten.

Nach einem Einbruch in das Spielmobil, das früher am Alten Damm und später auf dem Pausenhof der Grundschule stationiert war, ist dieses ausrangiert worden. Zudem war es alt und ist nicht mehr durch den TÜV gekommen. Aus diesen Gründen haben sich die Veranstalter einen Transporter gemietet, mit dem sie ihr Mobiliar von Spielplatz zu Spielplatz fahren. Am heutigen Donnerstag wird dieser zum letzten Mal in diesen Ferien Station machen und am Wallheckenweg stehen. „Am Freitag müssen wir ihn zurückbringen“, erklärt Jensen, warum der letzte Tag der sonst üblich fünftägigen Aktion gestrichen werden musste.

Ob es auf Dauer einen neuen Bauwagen für die Initiative gibt, muss die Zukunft zeigen, denn diese Entscheidung obliegt der politischen Gemeinde. Vielleicht findet sich ja auch ein edler Spender . . . hoffen nicht nur Patrick Jensen, Helena Fey und Sophie Zumbrock.

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