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Betreiber reagieren auf nachlassende Besucherzahlen

Teststelle in der Apotheke schließt

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Die Corona-Schnellteststelle in den Räumen der ehemaligen Ewaldi-Apotheke hat am heutigen Donnerstag zum letzten Mal geöffnet. Danach stellt sie nach über zwei Monaten ihren Dienst ein, weil die Besucherzahlen stark nachgelassen haben. Weiterhin bestehen bleibt die Drive-in-Teststelle auf dem Gelände der Firma Zwiener im Gewerbegebiet, die ebenfalls von der Gemeinde mit einem Kooperationspartner betrieben wird.

Von Sabine Niestert

Simone Over (r.) gehörte zu den ersten Kunden im Corona-Schnelltestzentrum in den Räumen der ehemaligen Ewaldi-Apotheke. Dort nahm Mitarbeiterin Sabine Sicking den Nasenabstrich vor. Foto: Matthias Lehmkuhl

Weil immer mehr Menschen inzwischen geimpft worden sind, hat der anfängliche Run auf die Corona-Schnellteststellen nachgelassen und die Schlangen vor den Türen haben sich gelichtet. Dieser Trend macht sich auch im Ewaldidorf bemerkbar, was die Betreiber bewogen hat, die Räume der ehemaligen Ewaldi-Apotheke an der Pohlstraße nach dem heutigen Tag fürs erste zu schließen. Das bestätigen Bürgermeister Manfred Kluthe und Apotheker Jürgen Giese, die das Projekt als Kooperationspartner gemeinsam gestartet und erfolgreich durchgeführt haben, im Gespräch mit dieser Zeitung.

„Am Anfang waren wir mächtig überbucht“, erinnert sich der Apotheker an die erste Zeit, die mit der Öffnung am 22. März begann. Standen in der ersten Phase täglich nur zwei Mitarbeiter zur Verfügung, wurde schon bald eine dritte Kraft hinzugezogen. Auch die Öffnungszeiten wurden schnell erweitert, um den Besucherandrang zu bewältigen.

„Das war ein Abenteuer für uns alle“, bekennt Jürgen Giese, dass es keine Erfahrungen auf diesem Pandemie-Gebiet gab, auf die man zurückgreifen konnte. Glücklicherweise habe sich das Software-Programm des Apotheker-Verbandes – mit diesem wurde die Zahl der Testwilligen gesteuert – bewährt und den ordnungsgemäßen Ablauf geregelt.

Zur Freude der Betreiber konnten die Helferinnen und Helfer immer mehr Menschen pro Tag testen. So habe es über 2000 Tests pro Monat gegeben. Viele positive Ergebnisse wurden in der Ewaldi-Apo­theke erfreulicherweise nicht verzeichnet. Auf 1000 Getestete sei ungefähr ein Infizierter gekommen, so der Apotheker, der die Schulungen der Mitarbeiter vorgenommen und sich um die organisatorischen Dinge gekümmert hat. Als emsiger Mitstreiter erwies sich Bürgermeister Kluthe, der später auch das Drive-in-Testzentrum auf dem Gelände der Firma Zwiener gemeinsam mit den Kooperationspartnern Wolfgang Zwiener und Werner Thüning mitinitiiert hat, das am 22. April in Betrieb gegangen ist. Dieses erwies sich als eine gute Ergänzung zur Teststelle mitten im Dorf, die anfangs allerdings nur mit einer vorherigen Terminbuchung aufgesucht werden konnten.

„Nasenabstriche in Rekordzeit“, warben die Betreiber für das unkomplizierte Verfahren im „Heiligenfeld“. So muss der Kunde dort sein Fahrzeug für die Testung nicht verlassen und es gibt auch einen Schalter für ganz spontane Besucher. „Wir machen weiter und werden unsere Testzeiten ab Freitag bis 19 Uhr und samstags von 7 bis 16 Uhr erweitern“, kündigt der Geschäftsführer von Zwiener, Rene Landvoigt, auf Anfrage dieser Zeitung an. Damit wolle man die Schließung des Testzentrums im Dorf etwas auffangen. Zudem sollen im Drive-in schon bald PCR-Tests angeboten werden. Man warte nur noch auf das medizinische Personal.

„Wir haben viele dankbare Kunden, die sehr oft gekommen sind“, freut sich Apotheker Giese über die gute Resonanz, die die Teststelle in der Pohlstraße in den über drei Monaten ihres Wirkens gefunden hat. Dass sei auch die Mitarbeiterteam zu verdanken, das sich sehr engagiert habe. „Wir können das Ladenlokal jederzeit wieder öffnen“, betont der Hausherr auf wieder ansteigende Infizierten-Zahlen vor Ort schnell reagieren zu können. Diese Festellung ist auch dem Bürgermeister sehr wichtig. „Die Apotheke bleibt im Bereitschaftsmodus“, erklärt der Verwaltungschef, dass die Genehmigung zum Betreiben der Corona-Teststelle noch nicht erloschen ist. Auch viele der Helfer hätten bereits signalisiert, das sie zu einem erneuten Einsatz in der Teststelle bereit wären.

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