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Begeisterung des Publikums kannte auf der Konzertnacht des Blasorchesters kaum Grenzen

Von Klassik bis Rock

Laer

Den Auftakt zum Laerer Jubiläumsjahr machte ein Eventwochenende mit der ersten Konzertnacht des Blasorchesters am Samstag und dem Familienfest der Vereinigten Schützenbruderschaft am Sonntag. Beide Vereine beflügelten sich gegenseitig, ein richtig tolles Programm auf die Beine zu stellen.

Rainer Nix

Die Großbühne auf dem Rathausplatz bot den Musikanten reichlich Platz, ihr hochkarätiges Programm zu präsentieren Foto: nix

Unter dem Motto „Laer beflügelt“ gibt es in der Ewaldigemeinde einiges zu feiern: Da wären zum Beispiel die 30-jährige Partnerschaft mit Badersleben oder das 40-jährige Bestehen des Rathauses. Den Auftakt zum Jubiläumsjahr machte ein Eventwochenende mit der ersten Konzertnacht des Blasorchesters Laer am Samstag und dem Familienfest der Vereinigten Schützenbruderschaft am Sonntag. Beide Vereine beflügelten sich gegenseitig, ein richtig tolles Programm auf die Beine zu stellen.

Die Großbühne auf dem Rathausplatz bot den Musikanten reichlich Platz, ihr hochkarätiges Programm zu präsentieren. So füllte sich der Platz am Samstagabend schnell mit einem erwartungsvollen Publikum, für Snacks, warme Speisen und Getränke wurde nicht zuletzt durch das Engagement der Landfrauen reichlich gesorgt. Die Stimmung war bestens, bei rhythmischen Stücken klatschten die Zuschauer begeistert mit.

„Wir sind stolz, das Jubiläumsjahr eröffnen zu dürfen“, betonte Roman Reckling, seit September 2021 musikalischer Leiter des Blasorchesters. So richtig los ging‘s mit den Proben Ende Januar, als das Pandemiegeschehen es wieder erlaubte. Musikalische Gäste des Abends waren die beeindruckende Sängerin Kerstin Arnemann, zum ganz besonderen Highlight wurde der Auftritt der Dudelsack-Formation „Teuto District Pipeband“ unter der Leitung von Mike Kelly. Das Blasorchester zeigte, dass es kein Problem ist, mit Sängerin, Dudelsäcken und Bläsern gemeinsam sogar einen Ausflug ins Rock-Genre zu unternehmen.

Auf der Bühne erlebte das Publikum das gesamte Spektrum traditioneller und moderner Blasmusik. „Wir haben eine Bandbreite eingeübt, die von der Klassik über ein bisschen Maastrichter Open-Air-Feeling á la André Rieu bis hin zu Udo-Jürgens-Hits und einem Kult-Medley populärer Klänge der 80er Jahre reicht“, so der Dirigent. Damit hatte er nicht übertrieben, jede Generation kam auf ihre Kosten.

Den Start machte das Vor- und Jugendorchester unter der Leitung von Sarah Niehaus. Der musikalische Nachwuchs interpretierte unter anderem die Titelmelodie des legendären Spielberg-Klassikers „Jurassic Park“ und erntete viel Beifall. Gemeinsam mit den „Großen“ spielten die Jugendlichen „How to train a dragon“, besser bekannt als Animationsfilm „Drachenzähmen leicht gemacht“. Das Hauptorchester begann mit der klassischen Komposition „Zug der Zwerge“ von Edward Grieg. Mit Stücken wie „Adieu, mein kleiner Gardeoffizier“ und einer Hommage an Schottlands größten See „Loch Lomond“ bewegte es sich weiter zu den Rock- und Popdarbietungen. Kein Zweifel, die Proben hatten sich gelohnt, der Leistungsstand des Orchesters ist beeindruckend.

„Ich bin sehr bewegt, dass so viele Menschen heute Abend hier erschienen sind“, betonte Bürgermeister Manfred Kluthe bei seiner Begrüßung. „Sie zeigen damit nicht nur ihre Begeisterung für Musik, sondern auch für unsere schöne Gemeinde.“ Nach der schweren Pandemiezeit, so der Bürgermeister, dürften alle langsam hoffen, dass nun eine neue Phase des Zusammenlebens beginne.

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