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44 Kinder und ihre Betreuer brechen ins Feriencamp auf

Vorfreude und Sonne als Begleiter

Laer

Mit 44 Kindern ist das Laerer Feriencamp am Montagmorgen nach Oer-Erkenschwick aufgebrochen. Vor der Abfahrt verteilte Tim Uhle (Foto), der sich die Leitung mit Svenja Schröder und Lukas Winkler teilt, noch Schutzmasken an die Teilnehmer, die am Freitag zurückkehren werden.

Von Sabine Niestertund

Sonne satt gibt es am Montagmorgen bei der Abfahrt der 44 Kinder und ihrer Betreuer ins Feriencamp nach Oer-Erkenschwick. Foto: Sabine Niestert Foto: Foto: Sabine Niestert

Einen besseren Auftakt fürs Laerer Feriencamp könnte es nicht geben: Die Sonne strahlt vom Himmel und die Vorfreude ist groß, als sich die kleinen Urlauber am Montagmorgen zur Abfahrt vor der großen Turnhalle treffen. Dort begrüßt Tim Uhle, der sich die Leitung mit Svenja Schröder und Lukas Winkler teilt, die Kinder und ihre Eltern, die sich schon vor dem obligatorischen Gruppenfoto für die WN verabschieden, denn danach geht es direkt in den Bus, der den Nachwuchs nach Oer-Erkenschwick bringt. Die Stadt befindet sicht im nördlichen Rand des Ruhrgebiets und liegt ungefähr eine Fahrstunde vom Ewaldi­dorf entfernt.

Dorthin sind zahlreiche Betreuer der insgesamt 22-köpfigen Mannschaft schon am Samstag aufgebrochen, um alles auf dem Platz des Jugendcamps Haard vorzubereiten. Erstes Material und Gepäck wurden bereits am Freitag zum Zielort gebracht. Dafür haben die Freiwillige Feuerwehr Laer ihren Transporter, das Autohaus Treus einen Bulli und die Firma Nieladur einen Sprinter zur Verfügung gestellt. „Dirk Niehues holt die Sachen dann auch wieder ab“, berichtet der Camp-Leiter. Wie seine Mitstreiter ist er für die breite Unterstützung aus der Laerer Bevölkerung dankbar. Außerdem freuen sich alle über eine 500-Euro-Spende des Dentallabors Bornemann. „Davon haben wir neue Gesellschaftsspiele und Grillzubehör gekauft. Zudem müssen wir ja auch den Bus bezahlen“, gibt Tim Uhle zu bedenken, dass dieser seinen Preis hat. Zur gesunden Ernährung der Camper trägt die Gärtnerei Theyssen bei, die mehrere Gemüsekisten voller Tomaten, Paprika und Gurken gespendet hat.

Dabei haben die Verantwortlichen auf den sonst üblichen Spendenbrief, in dem sie die heimische Geschäftswelt um Unterstützung bitten, in diesem Jahr coronabedingt verzichtet. „Bei einer kurzfristigen Absage hätten wir das Geld ja zurückzahlen müssen“, begründet der 39-jährige Heilerziehungspfleger, der vor der Abfahrt Schutzmasken an die Mädchen und Jungen verteilt. Diese müssen sie im Bus tragen. Vor Ort werden die Camper möglichst alles draußen machen, denn dort können sie die Mund-Nase-Bedeckung weglassen. Das gilt natürlich auch für die geplante Wanderung im großen Waldgebiet Haard. Zudem soll es viele Workshops zum Lagermotto „Disneys große Reise“, Bastelangebote sowie Wissens- und Stationsspiele geben.

Nach der Ankunft dürfen sich die Teilnehmer, die in insgesamt fünf Gruppen aufgeteilt worden sind, nach einer ersten Orientierungsrunde auf eine große Portion Milchreis mit Zimt zur Stärkung freuen. Abends steht bereits eine kleine Show mit der traditionellen Taufe von drei neuen Betreuern an.

Da die katholische Kirchengemeinde Heilige Brüder Ewaldi Trägerin des Camps ist, hat Pfarrer Andreas Ullrich für den morgigen Mittwoch (28. Juli) sein Kommen zugesagt. Vor Ort wird der Seelsorger einen Gottesdienst mit den Kindern und ihren Betreuern feiern.

Bei so viel Programm dürfte auch ohne Handys – diese sind im Lager tabu – keine Langeweile aufkommen. Und was ist mit Heimweh? Tim Uhle und seine Mitstreiter wissen nach ihren langjährigen Erfahrungen damit umzugehen. Immerhin stehen sie tagsüber fast rund um die Uhr für den Nachwuchs bereit und nachts gibt es zwei Betreuer, die Nachtwache halten.

Eine wichtige Nachricht noch zum Schluss: Möglicherweise läuten am Freitag (30. Juli) nicht die Glocken, wenn der Bus mit den Urlaubern ins Ewaldidorf zurückkehrt, da der Küster erkrankt ist. „Wir fahren um 12.30 Uhr ab und dürften gegen 13.30 Uhr in Laer sein“, bittet Tim Uhle die Eltern, ihre Sprösslinge dann wieder von der Sportallee abzuholen.

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