Corona-drive-in bei Zwiener

Wenn es schnell gehen soll

Laer

Weniger als eine Minute dauert es, dann ist der Corona-Schnelltest im „Drive-Thru“ erledigt. Seit einigen Tagen läuft das Spezialtestzentrum auf dem Betriebsgelände des Fachmarktes Zwiener im Gewerbegebiet „Heiligenfeld) auf Hochtouren. Dort werden die Schnelltests aus dem Auto heraus vorgenommen. 15 Frauen und Männer wurden geschult, die montags bis samstags die Tests vornehmen.

Matthias Lehmkuhl

Hendrik Wüller ist aus Horstmar gekommen, um sich im Laerer Corona-Schnelltest-Drive-in aus dem Auto heraus testen zu lassen. Links werden Autofahrer mit vorher gebuchten Termin (rechts ohne) auf Corona getestet (Foto l.). Foto: lem

Als vor knapp sechs Wochen das Corona-Schnelltestzentrum der Gemeinde Laer in der ehemaligen Ewaldi-Apotheke an der Pohlstraße 17 b eröffnet wurde, hatte Bürgermeister Manfred Kluthe bereits anklingen lassen, sich intensiv um die Einrichtung eines sogenannten „Drive-in“­Schnell­testzentrums zu bemühen. Seit vergangenen Donnerstag existiert das „Drive-Thru“ auf dem Betriebsgelände des 1a Fachmarktes Zwiener (Kley 1) im Gewerbegebiet „Heiligenfeld“.

Zwiener

Dort werden die Corona-Schnelltests aus dem Auto heraus vorgenommen. Die Fahrerin oder der Fahrer brauchen sich nicht abzuschnallen oder müssen nicht aussteigen. Das Drive-in wird in Kooperation mit der Gemeinde Laer und den beiden Betreibern Werner Thüning und Guido Zwiener geleitet.

„Wir sind vom Bürgermeister angesprochen worden, ob wir uns so ein Drive-Thru auf dem Fachmarkt-Gelände vorstellen können““, schildert Werner Thüning. Im Schnelltestzentrum in der ehemaligen Ewaldi-Apotheke können bis zu 500 Testungen in der Woche gemacht werden. „Da jeder Bürger das Recht hat, sich jeden Tag testen zu lassen, reichten einfach die Kapazitäten an der Pohlstraße nicht mehr aus“, ergänzt der Drive-in-Betreiber. Weil das Zwiener-Areal ziemlich zentral und optimal für den Durchgangsverkehr liege, sei dieser Standort für ein Drive-Thru ausgesucht worden. „Wir haben das Ganze in relativ kurzer Zeit aus dem Boden gestampft. Wichtig war, dass wir fachkundiges Personal haben, das natürlich auch entsprechend geschult wurde“, hebt Werner Thüning hervor. Insgesamt 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dem Drive-in verbunden. Sie alle wurden durch Hausärzte und Apotheker auf die Aufgabe vorbereitet. „Wir müssen erst einmal schauen, wie sich das entwickelt. Wir können die Testkapazitäten auf 400 pro Tag steigern. Das sind so 2200 in der Woche. Damit können wir eine Menge abdecken“, betont der Betreiber.

2200 pro Woche

In diesem Spezial-Schnelltestzentrum können auch Berufspendler auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause, Fahrradfahrer, Rollstuhlfahrer oder Fußgänger in kürzester Zeit auf das Coronavirus getestet werden.

Ganz schnell geht es im Drive-Thru zu, wenn vorher ein Termin über das Internet (schnelltest-laer.de) gebucht wurde. „Wir haben das mal gestoppt. Das dauerte weniger als eine Minute“, sagt Werner Thüning stolz. Man fährt mit seinem Fahrzeug in den Pavillon mit der Aufschrift „Termin“, checkt sich ein und wird dann mit dem Nasenstäbchen getestet. Nach einer Viertelstunde bekommt der Proband das Ergebnis auf der dazugehörigen App seines Smartphones oder per E-Mail.

Fahrradfahrer

Aber auch die Testwilligen, die nicht über ein internetfähiges Smartphone, Tablet, Laptop oder über einen PC mit Internetanschluss verfügen, müssen nicht auf einen Corona-Schnelltest verzichten. Diese Personen fahren unter dem Pavillon mit der Aufschrift „Drive-in“. Sie müssen einen Personalausweis zur Identifizierung vorlegen. Nach der Testung warten sie etwa 15 Minuten und erhalten dann ein Zertifikat mit dem Ergebnis in Papierform.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 7 bis 18 Uhr und Samstag von 7 bis 13 Uhr.

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