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Neujahrsempfang der Kirchengemeinde Heilige Brüder Ewaldi

„Wir können uns sehen lassen“

Laer

Gut aufgestellt sieht Pfarrer Andreas Ullrich die Kirchengemeinde Heilige Brüder Ewaldi. Das zeigte sich während des Neujahrsempfangs am Sonntagmittag im Laerer Pfarrzentrum. Wie der Seelsorger erklärte, habe man versucht, die Corona-Krise als Chance zu sehen und als solche zu nutzen. In seinem Ausblick kündigte der Geistliche einige Vorhaben an. Zudem verabschiedete der Pfarrer Pfarrsekretärin Irmgard Böckenholt nach 17 Jahren aus dem Kirchendienst.

Von Sabine Niestertund

Gut besucht war der Neujahrsempfang der katholischen Kirchengemeinde. Nach dem Besuch des Hochamtes konnten sich die Gäste zunächst einmal mit einem Frühstück stärken.

Glücklich, nach drei Jahren coronabedingter Zwangspause endlich wieder den Neujahrsempfang der Kirchengemeinde Heilige Brüder Ewaldi ausrichten zu können, zeigte sich Pfarrer Andreas Ullrich am Sonntagmittag nach dem Hochamt. Im großen Saal des Pfarrzentrums begrüßte der Seelsorger dazu zahlreiche Gemeindemitglieder, die den Austausch und die Begegnung in großer Runde ebenfalls sehr genossen.

Nachdem das „Corona-Gewitter“ die Gemeinde 2020 „voll erwischt“ habe, herrsche inzwischen wieder ein bisschen Normalität, zeigte sich der Gastgeber erleichtert. Trotz der zahlreichen Einschränkungen zur Hochzeit der Pandemie habe die Kirchengemeinde diese allerdings auch als Chance begriffen und genutzt. „Corona hat uns gezeigt, was wirklich wichtig ist“, betonte der Geistliche, dass man viele Ideen und Projekte, wie beispielsweise die Unterwegs-Kirche entwickelt habe, um das kirchliche Leben möglichst aufrechtzuerhalten.

Ein großes Lob zollte der Geistliche der Oberrunde der Messdiener, die es geschafft habe, die Gruppe in dieser harten Zeit zusammenzuhalten. „Das war großes Kino“, so der Pfarrer, der zu bedenken gab, dass es in manchen Gemeinden keine Ministranten mehr gebe. Dank sagte er auch den über 100 Sternsingerinnen und Sternsingern, die Anfang des Jahres ein wahres Rekordergebnis erzielt hätten. Viel geleistet hätten beispielsweise auch das Krippen- und das Baum-Team, die gemeinsam für den weihnachtlichen Schmuck in der Kirche gesorgt hätten.

„Wir können uns sehen lassen“, befand der Seelsorger, der exemplarisch auch die Arbeit des Caritas-Ausschusses im Lädchen und im Besuchsdienst lobte. „Zugpferd“ und „Motor“ der Gruppe sei Marianne Holstein, der der Redner gute Genesungswünsche übermittelte. Man lebe in einer Zeit „multipler Krisen“, die leider meistens die Ärmsten und Schwächsten am schlimmsten träfen. Besonders massiv sei die „Kirchenkrise“, die allerdings nicht von der Basis, sondern eher von den „oberen Rängen“ ausgelöst worden sei, so der Pfarrer.

Seinem Rückblick ließ er einen Ausblick in die Zukunft folgen. Ein Großprojekt, das demnächst anstehe, sei der Umbau der Sakristei in Laer, die von 1932 stamme und dringend renoviert werden müsse. In Holthausen sei man zurzeit dabei, das Pfarrhaus energetisch „aufzupeppen“. Auch ins Laerer Pfarrheim müsse investiert werden, denn energetisch sowie behinderten- und seniorengerecht gehe anders, befand der Hausherr.

Auf Dauer könne die Gemeinde die Räumlichkeiten des Pfarrzentrums nicht mehr der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, da sich die Schlüsselzuweisungen nach der Anzahl der Gemeindemitglieder, die abnehme, richteten. Weil man dieses Problem nicht alleine wuppen könne, bat der Geistliche die politische Gemeinde um Hilfe. Dass man es gemeinsam vermutlich besser schaffen könnte, bestätigte Bürgermeister Manfred Kluthe, der die Kirchengemeinde als große Pfarrfamilie bezeichnete und ihr für ihren vielfältigen Einsatz auf den verschiedensten Ebenen dankte.

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