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Kunst-Post-Tausch: 99 Einsendungen zu zehn Motiven

Auf Kunst mit Sprache geantwortet

Metelen

„Das Virus hat die Menschen nicht sprachlos gemacht“: Mit diesem Fazit haben die Organisatoren die Mitmachaktion Kunst-Post-Tausch beendet und staunen über den Packen beschriebener Karten, der während des Aktionszeitraumes von Ende April bis Mitte Mai bei ihnen eingegangen ist.

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Über die zahlreichen Einsendungen freuen sich die Organisatorinnen der drei Projektkommunen (v.l.) Margret Sprickmann-Kerkerinck (Metelen), Sabine Sitte (Schöppingen) und Clara Beutler (Wettringen). Foto: Veranstaltergemeinschaft

„Das Virus hat die Menschen nicht sprachlos gemacht“: Mit diesem Fazit haben die Organisatorinnen die Mitmachaktion Kunst-Post-Tausch beendet und staunen über den Packen beschriebener Karten, der während des Aktionszeitraumes von Ende April bis Mitte Mai bei ihnen eingegangen ist.

Innerhalb von knapp drei Wochen haben 46 Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit 99 Einsendungen auf das Angebot reagiert, aus zehn verschiedenen Motiven ihr Lieblingsbild zu wählen und ihre Gedanken dazu zu Papier zu bringen. „Das ist ein unglaublich tolles Ergebnis und für uns ein Zeichen, dass wir mit diesem Projekt den Wunsch vieler Menschen nach persönlichem Austausch – gerade in den Zeiten sozialer Distanz –, angerührt haben“, schreiben die Organisatorinnen Margret Sprickmann-Kerkerinck, Clara Beutler und Sabine Sitte aus Metelen, Wettringen und Schöppingen in ihrer Bilanz. „Auf Kunst wurde mit Sprache geantwortet.“

Die Antworten spiegeln Sehnsüchte, Erinnerungen und Fantasien wieder, aufgeschrieben in emotionalen Gedichten, spannenden Texten und witzigen Dialogen. „Uns haben Briefe und Mails nicht nur aus dem Münsterland, sondern sogar aus den Niederlanden erreicht. Das war ein bisschen auch wie stille Post: Die Leute haben im Freundeskreis die Aktion weiterempfohlen.“

Alle Altersklassen sind vertreten

Mitgemacht haben Kinder und Erwachsene aller Altersklassen, Frauen und Männer, versierte Poetinnen und Poeten, geübte Autorinnen und Autoren, aber auch Bewohnerinnen und Bewohner des Metelener St.-Sophien-Haus, einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Für die Organisatorinnen eine spannende Erfahrung und: „Wir (be-)werten nicht, sondern staunen über die Vielfalt der Assoziationen, die die Bilder bei den Einsendern ausgelöst haben.“

Zu dieser Kunstpostkarte suchen die Organisatorinnen noch den Absender oder die Absenderin. Foto: Veranstaltergemeinschaft
Eingereicht wurde die Karte, die das Werk „Fragen“ von Nina Lieven zeigt, bei der Kulturinitiative Metelen. Foto: Veranstaltergemeinschaft

Nun wartet noch jede Menge Arbeit auf das Projekt-Team. „Wir möchten in gemeinsamer Runde alle eingegangenen Texte in Ruhe lesen, dann den Künstlern der Kartenmotive die Reaktionen auf ihre Bilder offerieren und eine Ausstellung vorbereiten.“

Geplant ist eine Videoinstallation, die nach Fertigstellung durch die Projektkommunen Metelen, Wettringen und Schöppingen touren wird. Zudem werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch eine persönliche Antwort und einen hochwertigen Druck als Dankeschön erhalten. „Das ist unser versprochenes Tauschgeschenk.“

Für die Zukunft können sich die Organisatorinnen der Aktion weitere gemeinsame Projekte – über die Kreisgrenzen und über den Schöppinger Berg hinaus – vorstellen.

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