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Familienzirkus gastiert ab heute erneut an der Mühle

Aus „Oskani“ wird diesmal „Charlie“

Metelen

Mit zwei Konzepten ist der Zirkus der Familie Richter unterwegs. Als „Oskani“ gastierte er beispielsweise schon an der Metelener Grundschule und erarbeitete mit den Kindern eine Vorstellung. Diesmal sind die Richters als „Circus Carlie“ im Ort. Sie bauten ihr Zelt an der Mühle auf und bieten ab heute und bis einschließlich Sonntag ein kurzweiliges Programm für alle Zirkusfreunde.

Von Dorothee Zimmer

Amelie Sievert (l.) und Sophie Lendring turnten zufällig während des Zirkus-Aufbaus an der Mühle. Jetzt proben sie für einen Auftritt während der Vorstellung. Foto: Dorothee Zimmer

Die Familie Richter aus dem hessischen Borken besucht zurzeit Metelen, genauer: sie gastiert hier. Mit ihrem Zirkus, der „Charlie“ heißt. Mitte dieser Woche baute Vater Raimon das Zelt auf der Wiese an Plagemanns Mühle auf. „Der sehr nette Herr Iking vom Heimatverein hat dazu sofort sein Okay gegeben.“

Richter, seine Frau Jaqueline, die 16-jährige Tochter Leyni und die beiden Söhne Jayden (elf) und Jessie (sieben) kennen diesen Platz bereits von früheren Besuchen. Da waren sie mit ihrem Projekt-Zirkus „Oskani“ hier und brachten in wenigen Tagen Kindern der Grundschule effektvolle Kunststücke bei, die sie am Ende Familien, Verwandten und Freunden in einer großen, bunten Gala-Show präsentierten.

Diesmal ist das Konzept ein etwas anderes. Das Programm wird hauptsächlich von der Familie selbst gestaltet. In der rund zwei Stunden dauernden Vorstellung gibt es Darbietungen wie Jonglage, eine Cowboy- und Lasso-Nummer, Clownerie und Seiltanz, eine Fakir- und Hula-Hopp-Show, einen Feuerspucker und Akrobatik am Trapez. Tiere sind nicht dabei.

An Mädchen und Jungen, die Lust darauf verspüren, einmal in der Manege zu stehen, ist ebenfalls gedacht. „Wir haben zwei, drei Aktionen, bei denen Kinder mitmachen können“, erzählt Jaqueline Richter. Das komme immer gut an: „Im Rampenlicht zu stehen und Applaus zu hören, gefällt vielen Kindern. Und es stärkt das Selbstbewusstsein.“

Die Familie habe wegen Corona lange Zeit darauf verzichten müssen, vor Zuschauern aufzutreten und folglich auch auf deren Beifall. Projekte mit dem Zirkus wurden aus dem gleichen Grund nicht gebucht. Das sei keine schöne Zeit gewesen. „Wir sind in der siebten Generation Zirkusleute, da will man nicht einfach nur rumsitzen.“

In einigen Orten sind sie bereits wieder aufgetreten, ein paar weitere fahren sie noch an. Ab November ist die Saison jedoch schon wieder beendet. Bis dahin scheint jeder in der Familie vor allem eins zu sein: durch und durch Zirkusmensch. Denn sämtliche Aufgaben leisten ganz allein die Eltern und ihre drei Kinder. „Wir springen hin und her. Das ist manchmal ein bisschen stressig, aber wir kennen es nicht anders. Uns macht es Spaß.“

Ganz zufällig halten sich an diesem Nachmittag Amelie Sievert und Sophie Lendring in unmittelbarer Nähe des Zeltes auf. Die beiden Elfjährigen üben ein paar akrobatische Kunststücke ein, was sie nach eigenen Angaben gern und oft machen: „Wir turnen praktisch jeden Tag und überall.“ Jaqueline Richter hat die Mädchen gefragt, ob sie während einer Vorstellung auch mal im Zelt auftreten wollen. Und natürlich haben sie Ja gesagt.

Vorstellungen sind am heutigen Freitag und am Samstag (25. September), jeweils um 16 Uhr und am Sonntag (26. September) um 15 Uhr. Für einen Logenplatz zahlen Erwachsene 14 Euro, Kinder 12 Euro. Ein Tribünenplatz kostet für Erwachsene zehn Euro, für Kinder acht Euro. Es gilt die 3G-Regelung.

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