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Treckerfreunde luden zur Ernte ein

Der Kartoffelkönig schwört auf Wega

Metelen

Metelens Treckerfreunde luden einmal mehr ein zur Kartoffelernte mit historischen Maschinen. Neben dem alten Ackergerät staunten Passanten auch über die fleißigen Kinder, die über die Scholle krochen und die Erdknollen in Eimern und Körben sammelten. Dafür hatten die Freunde von Landmaschinen aus Anno dazumal in den Kindergärten des Ortes fleißig die Werbetrommel gerührt.

Von Martin Fahlbusch

Die Treckerfreunde suchten auch selber nach den Erdknollen, konnten aber auch auf viel junge Helfende bauen.Der Ertrag der Kartoffelernte stimmt, befand dieser Steppke. Foto: Martin FahlbuschMartin Fahlbusch

Die Jungs von den Treckerfreunden Metelen sind clever – und haben dicke Kartoffeln. Davon konnten sich interessierte Metelener jetzt wieder nahe des Hofes der Familie Lewing in Naendorf überzeugen. „Es ist schon beinahe eine feste Verpflichtung, dass wir zur Kartoffelernte wie in alter Zeit einladen“, freut sich Martin Grotegerd über den guten Zuspruch, den die Aktion der Treckerfreunde Metelen diesmal schon am frühen Morgen findet.

Martin Konert ist der interne Kartoffelkönig und der hat sich in diesem Jahr für das kleine Kartoffelfeld, das er mit seinen Mitstreitern beackert hat, für die Sorte „Wega“ entschieden. „Früher haben wir „Caprice“ angebaut. Die war voll bio. Vielleicht ist die neue Sorte ja echt vegan“, freut er sich auf die Ausbeute. „Schon bevor wir richtig angefangen hatten, standen die ersten Interessenten am Feldrand und wollten Kartoffeln kaufen“, berichtet Bernhard Gelking.

Und bald sind noch mehr große und vor allem kleine fleißige Helfer vor Ort. „Wir haben wie immer in den Kindergärten über unseren Kartoffeltag informiert“, berichtet Martin Grotegerd und sieht schon in Autos und auf vielen Fahrrädern – diese sogar teils mit Anhängern – neue „Arbeitskräfte“ anrollen. Vor allen Dingen der Nachwuchs ist voll im Einsatz.

Die kleinen Eimer, Draht- und Flechtkörbe sind schnell gefüllt und werden auf den Hängern ausgekippt. Von den Treckerfreunden wird mit alten Traktoren, Hängern, Rodern, Löffeleggen, Schüttelsieben und handbetriebenen Sortiermaschinen gearbeitet – so wie früher. „Wenn die Knollen dann von Erde und Sand befreit und etwas getrocknet sind, können wir die auch verkaufen – und ein wenig die Vereinskasse auffüllen“, freut Martin Konert.

„Diesmal haben wir unser Angebot sogar etwas verbreitern können“, informiert Bernhard Gerling und weist auf viele Zwiebeln hin, die er vorsichtig aus dem Boden herausklaubt. Die Treckerfreunde hatten sie am des kleinen Feldes gepflanzt. Auch sie sind nun erntereif.

Bernhards haben die Treckerfreunde Metelen einige in ihren Reihen. Bernhard Verst hatte morgens noch ein wenig Muße. Er betreut den kleinen Getränkestand. „Kinder, Mütter und sogar Väter wollen erst einmal auf dem Kartoffelacker arbeiten und die Erdäpfel sammeln. Die haben dann keine Zeit zum Trinken. Aber das ändert sich im Laufe des Tages, wenn die Großen Bierdurst bekommen und die Würstchen brutzeln“, weiß er um seinen späteren Arbeitseinsatz für Klein und Groß. 

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