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Abwassergebühren sollen im kommenden Jahr gesenkt werden

Durchschnittsfamilie spart 19 Euro

Metelen

Trotz aller Preissteigerungen bei den Nebenkosten – in einem Punkt wird es für die Metelenerinnen und Metelener günstiger. Die Abwassergebühren sollen im kommenden Jahr sinken – um 19 Euro für den Durchschnittshaushalt. Das beschloss am Mittwoch der Betriebsausschuss, nachdem er zuvor den Wirtschaftsplan des Abwasserbetriebs gehört hatte. Die endgültige Entscheidung fällt Mitte Dezember der Rat.

Von Dieter Huge sive Huwe

Das Abwasserwerk der Gemeinde soll im kommenden Jahr eine Photovoltaikanlage erhalten. Foto: Dieter Huge sive Huwe

In einer Zeit, in der die Nebenkosten explodieren, gibt es zumindest in einem Punkt Entlastung: bei den Abwassergebühren. Darauf verständigte sich in seiner Sitzung am Mittwochabend der Betriebsausschuss einstimmig. Die endgültige Entscheidung fällt im Rat.

Zuvor hatte der kaufmännische Betriebsleiter und Kämmerer der Gemeinde, Andreas Möllers, den Wirtschaftsplan des Abwasserbetriebs erläutert, der die Grundlage bildet für die Gebührenkalkulation.

Neben den finanziellen Eckdaten blickte Möllers auch auf die Investitionsmaßnahmen im Bereich Abwasser. So sind für das Klärwerk diesmal statt der üblichen 50 .000 Euro insgesamt 100. 000 Euro veranschlagt, da 2022 zusätzlich 50.000 Euro für die Installation einer Photovoltaikanlage vorgesehen sind.

Weiter in die Zeit gesetzt wird hingegen das Regenrückhaltebecken am Nordring, da es keine Fortschritte im Zusammenhang mit den Grundstücksverhandlungen gab. Anders das neue Rückhaltebecken im Industrie- und Gewerbegebiet Peddenfeld: Eine Behandlung des anfallenden Niederschlagswassers ist unabdingbar. Hierzu ist der Bau eines Regenrückhaltebeckens notwendig. Das Investitionsvolumen beträgt nach einer ersten Kostenschätzung der nts Ingenieurgesellschaft etwa 290.000 Euro. Diese Summe wurde im Wirtschaftsjahr 2020 bereitgestellt. Aufgrund der allgemeinen Kostensteigerung und notwendiger Gutachten zur Bodenbeschaffenheit sind nun weitere 60 .000 Euro bereitzustellen. Somit beträgt die geschätzte Gesamtinvestitionssumme 350 .000 Euro.

Weitere große Investitionen sind Kanäle im Bereich dieser Gewerbegebiet-Erweiterung. Hier wird von 274 000 Euro ausgegangen.

Der Kanalbau an der Walkenmühle ist für 2023 vorgesehen und wird im Wirtschaftsplan mit 60 000 Euro veranschlagt, erste Mittel sind bereits für die Planung des neuen Baugebiets „Am Stadion“ notwendig. Investiert werden muss ferner in neue Technik der Pumpstationen Hilbuskamp und Am Stadtskamp. Erst für das Jahr 2026 ist laut Wirtschaftsplan mit der Erneuerung der Kanäle und der Straßensanierung im Bereich „Zum Freistein“ zu rechnen.

Vor dem Hintergrund dieser Investitionen und mit Blick auf Ein- und Ausgaben schlug der Abwasserbetrieb für das kommende Jahr eine Reduzierung der Grundgebühr für das Schmutzwasser um drei Euro pro Anschluss vor. Zusammen mit einer Senkung des Kubikmeterpreises um zehn Cent ergibt sich für den Vier-Personen-Musterhaushalt eine Ersparnis von 19 Euro, so der Kämmerer bei der Vorstellung der Gebührenkalkulation.

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