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Kolpingmädchenlager

Ersatz vor Ort kommt gut an

Metelen

Das Kolpingmädchenlager ist in drei Etappen geteilt worden. In und um Metelen verbrachten und verbringen die Teilnehmerinnen ein paar schöne Tage. Am heutigen Montag ist die letzte Aktion geplant.

Dorothee Zimmer

Diese Mädchen haben es geschafft: Sie hatten die Aufgabe, aus den Drosten Tannen zurück nach Metelen zu finden – ohne Handy. Foto: Clara Stücker

Nein, es handelte sich beim Lagertag der Kolpingmädchen am Samstag mitnichten um ein Drama, auch wenn sich bei der Schilderung von Clara Stücker im ersten Moment dieser Eindruck aufdrängen könnte. „Morgens haben wir den Mädchen Decken über den Kopf gelegt und sie in zwei Gruppen jeweils zu sechst zeitlich versetzt mit dem Auto in die Drosten Tannen gefahren. Im Wald wurden sie an einer Kreuzung ausgesetzt. Von dort mussten sie ohne Handy den Weg zurück nach Metelen finden.“

Um die Lagerleiterin herum stehen am Nachmittag im Pfarrzentrum Oase jene Mädchen – im Schnitt etwa zwölf Jahre alt –, die diese Aufgabe erfolgreich gemeistert haben, und das sind: tatsächlich alle. Der Vollständigkeit halber muss gesagt werden, dass jeder Gruppe eine mit einem Handy ausgestattete Betreuerin zur Seite stand. Das Mobilteil war schon deshalb vonnöten, weil unterwegs auch eine Aufgabe zu lösen war. „Wir mussten 16 Sachen suchen, sie fotografieren und an Clara schicken“, berichtet Iris. Darunter waren Dinge wie zum Beispiel ein Schmetterling, ein Hochsitz und ein Spinnennetz. „Das war richtig cool“, beschreibt Hannah ihren Eindruck von der morgendlichen Unternehmung. Einige hatten überdies unterwegs noch einen Blumenstrauß gepflückt und ein Gedicht gereimt.

Gewusst wie

Wie sie letztlich zurück nach Hause fanden, blieb ein wenig im Verborgenen. Ein Mädchen erzählte, unterwegs hätten sie einmal Spaziergänger nach dem richtigen Weg gefragt. Ein anderes hatte den Rückweg so in Erinnerung: „Wir sind eigentlich immer nur geradeaus gegangen.“ Jedenfalls schmeckten nach diesem rund fünf Kilometer weiten Fußmarsch in der Oase die Nudeln mit Soße und kleine Snacks wie Pizzaschnecken vorzüglich.

Später kamen die Kinder in den Genuss einer kurzen Tanzvorführung von vier Betreuerinnen. Das war als Anreiz gedacht, am heutigen Montag an der nächsten Aktion teilzunehmen, bei der dann der ganze Tanz einstudiert wird.

Grips und Rateglück war gefragt beim Spiel "Eins, zwei oder drei". Foto: Dorothee Zimmer

Am Nachmittag setzte das Spiel „Eins, zwei oder drei“ einen vergnüglichen Schlusspunkt unter diesen zweiten Lagertag. Er war zusammen mit einem Workshop-Nachmittag mit Batiken von T-Shirts am vergangenen Dienstag sowie dem gemeinsamen Tanz heute einer von dreien, der mit Ersatzaktionen das wegen Corona ausgefallene zwölftägige Kolpingmädchenlager ein wenig kompensieren sollte. Mit dem Original sei das hingegen nicht vergleichbar, meint Clara Stücker. „Im Lager lernt man sich untereinander viel besser kennen und auch die Gemeinschaft ist enger.“

Am Tanz Interessierte zwischen acht und 16 Jahre können sich heute bis 15 Uhr noch anmelden unter maedchenlager.metelen@gmail.com. Hierüber wird auch der Ort mitgeteilt, der auf jeden Fall im Freien sein wird. Beginn ist um 16.30 Uhr.

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