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Maike Müller ist die neue Verwaltungsfachkraft der Kirchengemeinde

Frauenpower im Pfarrhaus

Metelen

Maike Müller ist die neue Verwaltungsfachkraft im Metelener Pfarrhaus. Sie entlastet Pastor Thomas Stapper von administrativen Tätigkeiten, damit sich der Geistliche der Gemeinde intensiver den seelsorgerischen Aufgaben zuwenden kann. Die Metelenerin arbeitet sich seit Mitte April in das Aufgabenfeld ein, das unter anderem auch einen engen Kontakt zum Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde erfordert.

Von Dieter Huge sive Huwe

Maike Müller ist seit Anfang April Verwaltungsfachkraft in der katholischen Kirchengemeinde Ss. Cornelius und Cyprianus und hat ihr Büro im Pastoratsgebäude. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Das Metelener Pfarrhaus wird weiblicher: Neben Pfarrsekretärin Rita Husham und der Verbundleiterin Antonia Alteepping hat mit Maike Müller jetzt eine dritte Frau ihren Arbeitsplatz im Pastoratsgebäude. Sie kümmert sich seit einiger Zeit um die Verwaltung der Pfarrgemeinde und nimmt so Pfarrer Thomas Stapper viele der administrativen Aufgaben ab.

„Das Thema ist vom Bistum an die Gemeinden herangetragen worden“, erläuterte der Geistliche zur Ausschreibung von Verwaltungsstellen auch in kleineren Gemeinden. Hintergrund seien der Priestermangel und der Umstand, dass kleinere Gemeinden auf Dauer keine leitenden Pfarrer mehr hätten, so Stapper. Er schaute dabei auf ein Modellprojekt in Saerbeck.

In Metelen sei dies zwar kein aktuelles Thema, Stapper freut sich dennoch über die Hilfe durch die Maike Müller. Das Verwaltungshandeln innerhalb der Gemeinde werde professioneller. „Als Priester bekommt man ja dazu auch kein Fachwissen während der Ausbildung beigebracht“, blickt der Geistliche zurück.

Die Gremien der Pfarrgemeinde seien im Vorfeld mit ins Boot geholt worden, um die Stelle neu einzurichten. Diese umfasse 13,75 Stunden pro Arbeitswoche. Die Zahl richtet sich nach einem Schlüssel, bestehend aus der Anzahl der Gläubigen, den Haushalts-Kennziffern und den Immobilien der Pfarrei.

Rechnungswesen, Steuern, Immobilien einer Pfarrgemeinde – das sind die Themen, in die sich die 41-jährige Maike Müller seit Mitte April einarbeitet. Die gelernte Groß- und Einzelhandelskauffrau, die in einem Unternehmen der Modebranche arbeitete, verheiratet ist und zwei Kinder hat, suchte nach der Elternzeit einen Wiedereinstieg. Selber in Metelen wohnend ist ihr die Pfarrei natürlich nicht fremd.

Was hingegen noch ein wenig neu ist, ist Verwaltungshandeln, das es in der freien Wirtschaft in etlichen Ausprägungen so nicht gibt. „Das verinnerliche ich gerade“, sagt die Metelenerin. An zwei Tagen in der Woche kümmert sie sich um Liegenschaften, Bauwesen, Finanzen und auch das Personal – Letzteres mit Ausnahme der Kitas. Hinzu kommt weitere Arbeitszeit in der Zentralrendantur in Emsdetten.

Auch den Kirchenvorstand entlastet die neue Mitarbeiterin im Pfarrhaus. „Ich bin vertretungsberechtigt und darf mit Vollmacht auch Notargeschäfte wahrnehmen“, berichtet Maike Müller. Sie freut darauf, auch eigenverantwortlich handeln zu dürfen. Ein aktuelles Thema: Die Renovierung der überholungsbedürftigen Kirchenheizung. Die liegt im Sommer an. Und hierzu gilt es, die Finanzierungsplanung abzustimmen – eine typische Aufgabe für die neue Kraft im Pfarrhaus, die dort gemeinsam mit Rita Husham und Aloisia Alteepping für Frauenpower sorgt.

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