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Kinkerlitzchen-Festival: Das Line-Up

„Friendly Neighbourhood“ zeigt den Mittelfinger

Metelen

In zwei Wochen (12. und 13 August) steigt in Metelen das Kinkerlitzchen-Festival. Mit dabei: Die Gronauer Band „Friendly Neighbourhood“, die sich selbst als „Mittelfinger an ignorante, intolerante Nachbarn“ beschreiben. Sie spielen Punk- und Rockmusik.

Die Band „Friendly Neighbourhood“ aus Gronau empfindet sich selbst als „geborener Mittelfinger an ignorante, intolerante Nachbarn“. Das Trio gehört zum Line-Up des Kinkerlitzchen-Festivals, das in zweieinhalb Wochen über die Bühne geht. Foto: Veranstalter

Das Kinkerlitzchen-Festival findet am 12. und 13. August (Freitag und Samstag) wieder auf der Wiese an der Mühle statt. Im Line-Up mit dabei: „Friendly Neighbourhood“, über die der Veranstalter, der Verein Klangkultur aus Metelen schreibt: „Ein langweiliges, konservatives Leben, umgeben von intoleranten, verlorenen Seelen, die in ihren Alltagsjobs gefangen sind und deren größte Angst das Anderssein ist – so beschreiben die drei Freunde der Band ‚Friendly Neighbourhood‘ das triste, graue Dorfleben in Gronau. Eine wahre Brutstätte für Melancholie, Wut, Niedergeschlagenheit und Rebellion. Dieselbe Atmosphäre, welche zum Beispiel den Punk oder die Grunge-Bewegung ins Leben gerufen hat, lässt auch die drei Bandkollegen sich in die Musik flüchten. Im Stich gelassen von der aktuellen, überpolierten Pop-Musik der Charts, fanden sie sich in der Rockmusik der 80er- und 90er-Jahre wieder. Der rohe, emotionale und echte Sound von Bands wie Nirvana, Green Day, Pearl Jam oder den Smashing Pumpkins spiegelte die Verzweiflung und den Unmut von Drummer Luca, Bassist Timo und Sänger & Gitarrist Tim perfekt wider.

Von Nachbarn gestört

Die Garage von Tims Eltern wurde der einzig wahre Platz, um dort Ideen für Songs zu entwickeln, die das gemeinsame Lebensgefühl ausdrücken. Leider gab es schnell ärger, wegen „Ruhestörung“ mit den lieben Nachbarn.

‚Friendly Neighbourhood‘ sind geboren, als Mittelfinger an ignorante, intolerante Nachbarn. Einige Zeit später mieteten sie sich dann einen richtigen Probenraum. Schnell entstanden über 30 Songs inklusive Demo-Aufnahmen.

Aber ‚Friendly Neighbourhood‘ ist mehr als nur Kritik und Provokation, es ist ein Raum für Gleichgesinnte, die woanders ebenfalls nicht toleriert werden. Für die drei Freunde ist es mittlerweile eine Familie, die hinter einem steht. Wenn man sich vor seinen homophoben Eltern mit seiner Sexualität outet, wenn man durch Depressionen und soziale Phobien geht, wenn ein Familienmitglied stirbt – Tim, Luca und Timo wissen, dass sie nicht mehr allein dastehen.“

Karten für das Festival gibt es unter anderem bei Buch und Schreibwaren Ewering, Schilden.

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