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Für Steppkes und Heckenscheren

Lastenräder sind in Metelen vielfältig im Einsatz

Metelen

Lastenräder sind seit dem Vorschlag, sie mit einer Prämie zu fördern, zum Wahlkampfthema geworden. Für die Nutzer solcher Räder stehen die Vorteile derartiger Räder fest: Mit ihnen lassen sich gerade innerhalb des Ortes unproblematisch und umweltfreundlich Kinder und auch beispielsweise Handwerkszeug oder Einkäufe transportieren. Drei Beispiele aus dem Ort stellt die Redaktion vor.

Von Dieter Huge sive Huwe

Reinhard Nauschütte testet derzeit ein großes Lastenfahrrad für seine Einsätze als Hausmeister der katholischen Kirchengemeinde. Die wasserdichte Box bietet viel Stauraum – auch für die motorbetriebenen Gartengeräte wie Laubbläser und Heckenschere.Mathilda hat das nagelneue Lastenfahrrad begeistert angenommen. Mit einem Proberad hatte sie gemeinsam mit ihrer Schwester Frieda und Mutter Jennifer erste Erfahrungen mit dem Dreirad gemacht. Die Kita St. Marien verfügt bereits seit einiger Zeit über ein Lastenrad, das bei den Kindern äußerst beliebt ist. Das kleine Foto zeigt das Rad Kita-Leiterin Karin Krechting (r.) und deren Kollegin Marga Spitthoff. Foto: Dieter Huge sive Huwehsh/Kita

Mathilda Grootveld kann zwar schon gut laufen, mit dem Radfahren wird es es aber noch eine Weile dauern. Und dennoch ist das einjährige Mädchen bereits begeisterte Radfahrerin – Mitfahrerin, um ganz genau zu sein. Ihre Mutter Jennifer bringt sie und auch ihre ältere Schwester Frieda bei fast jedem Wetter per Rad zur Kita. Früher mit Fahrradanhänger und Kindersitz, seit kurzen zur Probe mit einem Lastenrad und seit Dienstagabend sogar im eigenen, dreirädrigen Gefährt.

„Ich habe das im Ort gesehen, als eine Frau mit ihrem Kind unterwegs war. Das hat mich sofort angesprochen“, berichtet Jennifer Grootveld von der Initialzündung, die zum Kauf eines eigenen Transportrades führte. Und dann ist da noch das Geschwisterchen von Mathilda und Frieda, das im kommenden Jahr die Familie vergrößert. Wenn die junge Familie dann gemeinsam Rad fahren will, funktioniert das am einfachsten mit dem ungewöhnlichen Transportrad.

Dieses fährt sich dank Elektrounterstützung so leicht, dass die junge Mutter positiv überrascht war, als sie vom Rad mit Anhänger auf das Dreirad umstieg. „Der Händler aus Burgsteinfurt hatte es uns zum Probefahren gebracht.“ Ebenso angetan waren die beiden Mädchen. Sie kannten ein solches Lastenrad bereits aus dem Kindergarten.

Die Kita St. Marien blickt bereits auf 15 Monate Erfahrung mit dem Lasten-Bike zurück. Leiterin Karin Krechting berichtet, dass sie und ihre Kolleginnen das Transportmittel oft nutzen, um in den Ort zu fahren um etwa Lebensmittel für das gemeinsame Essen mit den Kindern einzukaufen. Doch auch in den Kindergarten-Alltag ist es eingebunden. „Die Kinder lieben Ausflüge mit dem Rad“, berichtet Krechting.

Aber nicht allein für junge Mitfahrer sind die Lastenräder konzipiert. Mit einem anderen Aufbau verwandelt sich das wuchtige E-Bike in ein Transportmobil, etwa für Handwerker. Einer, der täglich im Ort unterwegs ist, ist Reinhard Nauschütte. Als Hausmeister der katholischen Kirchengemeinde kümmert er sich um deren Kitas, die Kirche, die Pastorat und das Pfarrzentrum. An Letzterem parkt seit einer Woche das große Lastenrad – ebenfalls noch ein Test-Bike. Dies belädt der 56-Jährige mit den Werkzeugen und Geräten, die er jeweils braucht. „Ich habe bislang immer meinen eigenen Pkw genutzt.“ Der Hausmeister suchte eine andere Lösung und fand sie gemeinsam mit der Verwaltungsreferentin der Gemeinde, Maike Müller.

Nach sieben Tagen Probe ist Nauschütte mit der Lösung sehr zufrieden. Details, wie etwa Ösen innerhalb der großen Box fürs Verzurren von Werkzeug, ließen sich bestimmt mit dem Hersteller abstimmen. „Mit den Rädern fährt ja auch die niederländische Post“, kennt der Metelener ein Referenzobjekt des Lastenrads.

Und das Fahrverhalten? „Super“, dank der E-Unterstützung, so sein Fazit. Nur zu rasant in die Kurven legen sollte man sich nicht.

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