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Bürgerschützen: Erste Versammlung sei anderthalb Jahren

Großes Stühlerücken bei den Schützen

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Stühlerücken bei den Bürgerschützen: Während der ersten Mitgliederversammlung seit der erzwungenen Coronapause wählten die Mitglieder Daniel Grave (r.) zu ihrem neuen Vorsitzenden. Seinem langjährigen Vorgänger Uwe Krude zollten die Schützen großes Lob.

Von Moritz Mohring

Der frisch gebackene erste Vorsitzende Daniel Grave (Mitte) versammelte den neu angeordneten Vorstand um sich (v. l.): Udo Bockholt, Nico Heufert, Stefan Mensing, Tom van Goer, Tobias Becking, Thomas Woltering, Thomas Weßling, Fabian Langehaneberg, Frank Fleige und Ingo Krude. Foto: Moritz Mohring

Nach fast zehn Jahren als erster Vorsitzender und 20 Jahren im Vorstand verabschiedete sich Uwe Krude am Freitagabend aus der Führungsriege der Allgemeinen Bürgerschützen: „Was wir hier gemeinsam leisten, das ist schon echt Champions League“, lobte er seine langjährigen Weggefährten im Vorstand und alle Schützenbrüder und -schwestern.

Von denen waren bei der ersten Generalversammlung seit anderthalb Jahren viele in der Vereinsgaststätte Lampen-Pieper eingetroffen. Besonderen Dank richtete Krude in der Abschiedsrede an seine Familie, ohne deren Unterstützung er das Amt nach eigenen Aussagen nicht so lange hätte bekleiden können. „Ich konnte meinem Sohn Patrick die Königskette umlegen, das war sicherlich der Höhepunkt“, resümierte er mit strahlendem Lächeln.

Krude ist sich sicher: „Es wird eine unvergessliche Zeit bleiben“. Nun müsse er sich zum ersten Mal eine weiße Hose kaufen, witzelte der König von 1999 zum Schluss und nahm zufrieden und unter gebührenden Applaus am Tisch der älteren Vereinsgarde Platz. Obwohl die Stimmung merklich danach verlangte, mussten sich die Schützenbrüder einen Verabschiedungsgesang an diesem Abend aufgrund der aktuellen Corona-Auflagen verkneifen.

Das Ausscheiden des ersten Vorsitzenden sorgte in der Vorstandsetage für eine regelrechte Kettenreaktion. Doch obwohl es so viele Ämter neu zu besetzen galt, hatte der Vorstand seine Überzeugungsarbeit im Vorfeld merklich erfüllt.

In die großen Fußstapfen von Uwe Krude trat wie selbstverständlich und ohne längere Diskussion der ehemals zweite Vorsitzende, Daniel Grave. In einer Laudatio bedankte dieser sich nochmals bei seinem Vorgänger: „Er hat den Fettmarkt eingeführt und das Kinderschützenfest wieder zum Leben erweckt, im Gedächtnis bleibt er uns aber vor allem für seinen legendären Schlachtruf: Schützenfest!“.

In das Amt des zweiten Vorsitzenden rückte der ehemalige Beisitzer Ingo Krude nach. Nach kurzer Abstimmung übergab dieser seinen Posten dem neuen Vorstandsmitglied Tobias Becking und hieß ihn herzlich willkommen: „Wenn du möchtest, darfst du dich zu uns nach vorne setzen“.

Klaus Althoff, Vorstandsmitglied seit 2006, feierte an diesem Abend ebenfalls seinen Abschied und übergab den sprichwörtlichen Hut an Fabian Langehaneberg, der damit vom Jugendwart zum Beisitzer wechselte. Damit musste zu guter Letzt auch sein Amt neu bekleidet werden. Zum ersten Mal an diesem Abend gab es mehrere Bewerber, von denen sich letztlich Stefan Mensing zum „ersten Jugendwart mit Bart“ durchsetzen konnte.

Obwohl das Vereinsleben seit der letzten Versammlung ruhiger geworden ist, gab es dennoch Zuwachs zu begrüßen: 18 Neumitglieder, davon sechs Jungschützen, wurden aufgenommen. Was die Zukunft angeht, sind die Vereinsmitglieder zuversichtlich. Zum aktuellen Stand werden der Fettmarkt und auch das Kegelturnier am 23. und 24. Oktober stattfinden.

Der Geschäftsbericht von Udo Bockholt fiel kurz aus. Immerhin gab es aufgrund des ausgefallenen Schützenfests keine größeren Einnahmen oder Ausgaben zu verbuchen. Für die kommenden Jahre sei der Verein aber finanziell gut gewappnet.

Zum Schluss ließen die versammelten Schützenbrüder den Hut herumgeben, um Spenden zu sammeln. Dabei kamen innerhalb weniger Minuten rund 700 Euro zusammen, mit welchen der Verein die Opfer der Flutkatastrophe unterstützen möchte.

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