Brotverkauf beim HTG-Markt: „Wir dürfen wieder“

Montagstreff meldet sich zurück

Metelen

Gut vorbereitet hatten sich die Damen des Montagstreffs, die endlich wieder ihre selbst gebackenen Brotspezialitäten anbieten durften. Vor dem HTG-Markt hatten sie ihren Stand aufgebaut und begrüßten dort nach der langen Corona-Pause zahlreiche Stammgäste.

Von Dorothee Zimmer

Welches Brot darf es denn sein? Magdalene Alteepping, Elisabeth Stauvermann und Martina Edler (v.l.) präsentierten eine reiche Auswahl. Foto: Dorothee Zimmer

Natürlich haben sich die Frauen der Gruppe Montagstreff schon immer auf jene Samstage gefreut, an denen sie ihren Stand draußen beim HTG-Markt am Nordring aufbauen und ihr selbst gebackenes Brot zum Verkauf anbieten durften. Diente der Erlös doch dem Zweck, die Kinderkrebshilfe in Münster zu unterstützen – eigens dafür nämlich haben sie sich vor Jahren zusammengetan. Doch das fortdauernd große Engagement wurde Ende des vergangenen Jahres von Corona ausgebremst. Bis Samstag. Da meldeten sich die Montagstreff-Frauen zurück. Und zwar mit großer Freude.

„Ich hab’ so’n Spaß inne Backen“, macht Elisabeth Stauvermann deutlich, wie sehr sie diese Zeit herbeigesehnt hat. Neben ihr steht Martina Edler, sie nickt und ergänzt: „Es hat uns wirklich was gefehlt.“ Etliche Brote unterschiedlicher Sorten wie zum Beispiel Walnuss-, Schwarz- oder Rosinenbrot liegen in Körben, es sind allesamt solche, die bei den Kunden schon in der Vergangenheit gut angekommen sind. Eine neue Kreation haben die Frauen jetzt nicht entwickelt. Aber eines unterscheidet die Brote vielleicht doch ein wenig von denen aus vorangegangenen Zeiten. Elisabeth Stauvermann lässt die Hand über das Sortiment schweifen und erklärt schmunzelnd: „Alles hier ist dieses Mal mit einer Extraportion Liebe gebacken.“

Meistens sind es sechs Frauen, die beim Brotbacken mithelfen. Gebacken wird am Tag vorher, manchmal erst abends. Besonders beim fluffigen Weißbrot folgt beim Verkauf in der Regel der Hinweis, es zuhause sofort aus der Verpackung zu nehmen, weil es noch warm ist. Man kann sich ohne Mühe vorstellen, wie dieses Brot mit der ebenfalls angebotenen, hausgemachten Marmelade beim Frühstück eine köstliche Verbindung eingeht.

Vinzenz Tewes ist einer der vielen Kunden. Er kauft vier Gläser Marmelade. „Die schmeckt so, wie man das von zuhause gewohnt ist“, lobt er den guten Geschmack. Annette Mensing sagt, sie habe sich gefreut, als sie hörte, dass der Montagstreff wieder Brot verkauft: „Vor allem aufs leckere Schwarzbrot.“ Sie hat einige Brote auf dem Arm, als sie geht, denn auch der Tochter will sie welche mitbringen. Eine junge Frau holt bestellte Brote ab, die Mutter hat sie darum gebeten. „Macht sechs Euro“, sagt Elisabeth Stauvermann.

Schon fast scheint sie vergessen, die lange Zeit, in der der Montagstreff die Füße stillhalten musste. Was ja auch für das Lädchen bei Hermeling am Neutor galt, in dem die Frauen zur Adventszeit selbstgebastelte Deko-Artikel anbieten wollten. Sie hatten es gerade eingerichtet, da mussten sie es auch schon wieder schließen. Nur an einem einzigen Wochenende war der Verkauf dort möglich. Jetzt aber herrscht Aufbruchstimmung. Ein Satz, der Elisabeth Stauvermann an diesem Morgen oft über die Lippen kommt, ist dieser: „Wir dürfen wieder.“

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