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Nach dem Schock Fuß gefasst

Eheleute Langehaneberg arbeiteten beide in der Fabrik – und hatten fünf Kinder

Metelen

Die Insolvenz der Seidenweberei Gebhard bedeutete die wohl einschneidendste wirtschaftliche Krise für Metelen nach dem Zweiten Weltkrieg. In den beiden ersten Folgen des Rückblicks stellten wir die Ursachen der Pleite und die Folgen für den Ort dar. Im abschließenden Teil haben nun die von der Insolvenz Betroffenen das Wort – Zeitzeugen, die sich an die Ereignisse vor fast einem halben Jahrhundert erinnern.

Von Dieter Huge sive Huwe

Sie haben sich nochmals aufs Sofa gesetzt – genau in der Reihenfolge wie auf dem Foto, das die Zeitschrift „Stern“ damals abdruckte (v.l.): Renate, Alfred, Reinhard und Marianne waren noch Kinder, zwischen acht und 14 Jahre alt, als die Gebhard-Pleite die Familie Langehaneberg traf. Bruder Matthias lebt nicht mehr. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Wie die Orgelpfeifen aufgereiht saßen sie auf dem Sofa in der guten Stube, die fünf Kinder der Familie Langehaneberg – allesamt in den gestreiften Pullovern, welche die Tante gestrickt hatte. Über ihnen eine Alpenlandschaft auf barocker Tapete, neben ihnen die Eltern. Wilhelm und Thea Langehaneberg schauen etwas gequält in die Kamera des Fotoreporters. Das Bild, abgedruckt in der Zeitschrift „Stern“ steht symbolisch für die fast 250 Menschen, die bis zum Neujahrstag bei Gebhard Geld verdienten – und die jetzt auf der Straße standen.

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