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KIM-Aktionen im ersten Halbjahr 2019

Nicht auf die lange Bank schieben

Metelen

Das Programmheft der Kulturinitiative Metelen lässt zwar noch auf sich warten, Veranstaltungen sind aber bereits reichlich

Dieter Huge sive Huwe

Der Wettringer Künstler Marcel Häkel entwarf die Nachbarschaftsbänke, die im Rahmen der KIM-Aktion zu deren 30-jährigem Bestehen in Siedlungen des Ortes – und zwar in Verbindung mit einem Kulturprogramm – aufgestellt werden sollen. Foto: Marcel Häkel

Die Kulturinitiative Metelen (KIM) hat seit dem soeben vergangenen Jahr einen weitgehend neuen Vorstand und nimmt sich in den ersten Monaten des Jahres die Zeit, um neue Ideen in Veranstaltungskonzepte umzusetzen. Dennoch sind einige der Veranstaltungen in 2019 schon terminiert. Bei einem Besuch in der Kulturetage, in der sich auch das Büro der KIM befindet, gaben Clara Beutler und Margret Sprickmann-Kerkerinck einen ersten Einblick ins Programm.

„Wir sind sicherlich breiter aufgestellt, als es in früheren Jahren der Fall war“, beschreibt die Vorsitzende Clara Beutler einen Wandel im Verein. Die KIM sei offen für Veränderungen, doch sollten bewährte Bestandteile des Programms beibehalten werden. „Gesetzt“ ist etwa der traditionelle „Storno“-Auftritt am Jahresende und auch das Konzert der „International Swing All Stars“ (am 28. April, Sonntag) gehört zu diesen festen Bestandteilen.

Auch die Angebote für Gartenfreunde bleiben wie in den Vorjahren bestehen. Am 16. Juni (Sonntag) führt die Radgartentour zu sehenswerten Gärten in der Vechtegemeinde und nimmt überdies diesmal Gartenparadiese im Nachbarort Schöppingen mit in den Fokus. Mit dem Bus unterwegs sind die Gartenfreunde der KIM und alle anderen Interessierten am 31. August (Samstag). Überdies gibt es im Herbst wieder die Staudenbörse an Plagemanns Mühle. Termin ist der 8. September (Sonntag)

Mit „Feinklang“ ist ein zweites Konzert überschrieben, zu dem die KIM am 12. Mai (Sonntag) in die katholische Kirche einlädt. Darüber hinaus ist auch die zweitägige KIM-Radtour bereits terminiert. Sie wird am 25. und 26. Mai (Samstag/Sonntag) angeboten und bewegt sich im Tal der Nethe auf den Spuren der Annette von Droste-Hülshoff.

Dass zu diesem Angebot im ersten Halbjahr noch weitere hinzu kommen werden, kündigten die beiden Frauen der KIM an – doch wollen sie sich auch im 20. Jahr des Bestehens der Initiative Zeit lassen, den ein oder anderen Programmpunkt noch zu entwickeln. Eine Grundlage dafür ist eine Umfrage unter den Besuchern des Fettmarktes im Vorjahr, in der die KIM nach den Wünschen Kulturinteressierter fragte. Die Idealvorstellung des KIM-Vorstands wäre, nicht nur als Programmmacher aufzutreten, sondern eben auch kreative Ideen aus der Bevölkerung so umzusetzen, dass für alle Metelener und Besucher ein kultureller Mehrwert entsteht.

Was natürlich nicht bedeutet, dass die KIM-Verantwortlichen die Hände in den Schoß legen und auf Ideen von Außen warten. „Wir haben eine Aktion entwickelt, die wir dem Ort praktisch zu unserem 20. Geburtstag schenken wollen“, umreißt Clara Beutler das Projekt „Straßenfestival“, mit dem die KIM auf Nachbarschaften zugehen will, und ihnen ein Kultur-Angebot macht.

Festgemacht wird die Aktion, an der sich Nachbarschaften aus dem gesamten Ort – sei es nun aus gewachsenen Siedlungen oder aus Neubaugebieten – beteiligen können. Zentrales Element ist dabei eine Holzbank, die als nachbarschaftlicher Treffpunkt aufgestellt wird – und auch in dem Quartier stehen bleibt.

Das Aufstellen wird kombiniert mit einem Kultur-Angebot, für das die KIM sorgt, an dem sich die Nachbarschaften aber auf Wunsch auch selber beteiligen können. Ein Fest auf und an der Bank und zugleich etwas, das bleibt und zum Treffpunkt der Menschen in ihrer Straße, in ihrem Quartier werden soll. „Eine Bank ist immer auch ein Ort für eine Auszeit, für ein Gespräch, für Ideen“, setzt Clara Beutler auf die Nachhaltigkeit der Aktion, die auch Zugezogene und Flüchtlinge mit einbeziehen will.

Der Wettringener Künstler Marcel Häkel hat das Muster einer solchen Nachbarschafts-Bank entwickelt. Acht bis zehn Bänke sollen im Laufe des Jahres im Ort aufgestellt werden – das hat sich die KIM zum Ziel gesetzt.

Ein exaktes Datum für die Umsetzung der Bank-Aktion gibt es noch nicht – Förderanträge zur Finanzierung laufen noch. Auch das Programmheft für 2019 ist – anders als in den Vorjahren – noch nicht gedruckt, geschweige denn verteilt. Zum runden Geburtstag will die KIM sich und allen Bürgern ein Heft im Magazinformat präsentieren, in dem auch andere Veranstaltungen im Ort und Hintergrundinformationen präsentiert werden sollen. Im April soll dieses Heft erscheinen – und damit vor dem Beginn der ersten Veranstaltungen der KIM in diesem Jahr. „Bis dahin werden wir den Freiraum nutzen und weitere kreative Ideen entwickeln – gerne auch in Kooperation mit den anderen Vereinen im Ort und allen Bürgern, die Ideen für Kulturprojekte haben“, blickt Margret Sprickmann-Kerkerinck in den KIM-Kalender.

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