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Die Kita Niara bereitet sich auf den Umzug in ihren Neubau vor

Spielzeug stapelt sich kistenweise

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Dem Neubau verpassen die Handwerker in den kommenden drei Wochen den letzten Schliff, während im Provisorium bereits gepackt wird: In der Kita Niara laufen schon die Vorbereitungen für den Umzug von der Schulstraße an den Schützenwald.  

Von Dieter Huge sive Huwe

Die Spielzeug-Traktoren passen auch noch rein: Erzieherin Ann-Katrin Franz packt in dieser Woche zusammen mit ihren Kolleginnen für den Umzug der Kita im August. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Warum nur sollte es einem Kindergarten anders ergehen als einem Häuslebauer: Zum Ende der Arbeiten hin wird es eben bei beiden eng. Vor dem Neubau von Niara, der Kita in Trägerschaft der Evangelischen Jugendhilfe, sind an diesem Tag noch ein halbes Dutzend Werkstattwagen von Handwerkern aufgereiht.

Das Grobe ist geschafft, es geht vielfach um die Details, um Abdichtarbeiten etwa. Doch die beiden Männer eines Neuenkirchener Fachunternehmens machen an diesem Tag das Gebäude endgültig dicht – sie bauen die Haustür ein. Drinnen haben Monteure die Küche des Kindergartens mit Beschlag belegt. Chromblitzend präsentieren sich die nagelneuen Geräte.

Bastelartikel, Malsachen und Vorlesebücher

Nicht weniger emsig als die Handwerker im Neubau sind die Erzieherinnen der Einrichtung am Altstandort in der ehemaligen Grundschule. Auch dort wird kräftig zugelangt, denn schließlich gilt es, das Interieur einer kompletten Kita in Umzugskisten zu verstauen.

Elisabeth Brink ist die Leiterin von Niara und nimmt sich ein paar Minuten Zeit, um den Umzugsplan zu erläutern. Immer im Blick: der Wandkalender mit den wesentlichen Daten.

„Die Kinder sind seit Freitag in den Ferien“, berichtet sie von der dreiwöchigen Pause in der Kita. „Die Mädchen und Jungen haben ihre persönlichen Kisten mit nach Hause genommen, ebenso wie etwa auch ihre Gummistiefel.“ Diese werden sie frühestens am 16. August wieder gebrauchen, denn dann öffnet sich die Tür von Niara wieder – dann allerdings im Neubau am Schützenwald. 42 Kinder werden an dem Tag den Erstbezug der Einrichtung erleben, weitere zehn kommen einen Tag später – es sind die Neulinge in der Kita.

„Unsere Einrichtung gibt es ja erst seit zwei Jahren“, macht Elisabeth Brink deutlich, dass die Drei-Gruppen-Kita noch im Wachstum ist. So wurden in diesem Sommer denn auch lediglich zwei Schulkinder aus der Kita verabschiedet.

Damit Mitte August auch alles startklar ist, gilt es für die Erzieherinnen, das gesamte Interieur von Niara aus dem Provisorium in der ehemaligen Grundschule in Umzugskarton zu verpacken. Kistenweise stapeln sich Spielzeuge, Bastelartikel, Malsachen und Vorlesebücher in den ehemaligen Gruppenräumen.

Packen, dann Urlaub

Außer bei den „Heidedötzkes“, wo schon fast alles leergeräumt ist. In den Räumen dieser Gruppe im hinteren Teil des Kita-Provisoriums wird bereits im August die ersten Kinder aus der St.-Josef-Kita einziehen. Der katholische Kindergarten soll saniert und erweitert werden, wobei über das wie und wann noch Unklarheit herrscht. „Es gibt noch keine Entscheidung über den Umbau des Gebäudes. Zahlreiche Gespräche haben zwar stattgefunden, aber eine endgültige Lösung steht noch aus.“ Das berichtete die Verbundleiterin der katholischen Kindertageseinrichtungen im Ort, Aloisia Alteepping, auf Anfrage dieser Zeitung.

Ganz konkrete Planungsdaten haben hingegen die Niara-Verantwortlichen auf dem Wandkalender eingetragen. In dieser Woche ist Packen angesagt, in den beiden Wochen darauf gehen die Erzieherinnen in den wohlverdienten Urlaub. Pünktlich zum 9. September sind die ersten wieder vor Ort. „Dann kommt das Umzugsunternehmen“, berichtet Elisabeth Brink, dass sich an diesem Tag die Möbelpacker angesagt haben.

Die Woche bis zum 13. August wird es dann in sich haben: In der neuen Niara müssen sämtliche Umzugskisten wieder ausgepackt werden, damit die Mädchen und Jungen, die dem 16. August sicherlich mit Spannung entgegenblicken, an dem Montag ihre Spielzeugautos, Malbücher und Bastelmaterialien wiederfinden.

Die ersten Wochen werden dann ganz den Kindern gehören. „Die müssen zunächst ankommen“, weiß Elisabeth Brink, dass die neue Umgebung erst einmal erkundet werden will. Doch auch an die Eltern, die wegen Corona anderthalb Jahre nicht am provisorischen Standort vorbeischauen durften, werde gedacht. „Da werden wir sicherlich auch Zeit finden, um ihnen die neue Einrichtung vorzustellen“, bittet die Einrichtungsleiterin um noch ein wenig Geduld.

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