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Pfarrer Erich Elpers ist gestorben

Tausendsassa, Netzwerker und ein streitbarer Priester

Metelen/Ibbenbüren

Viele Metelenerinnen und Metelener haben noch Erinnerungen an Erich Elpers. Der Pfarrer leitete von 1986 bis 1997 die katholische Pfarrgemeinde im Ort. Am Montag ist er im Alter von 83 Jahren gestorben.

-ivz/hsh-

Pfarrer em. Erich Elpers leitete zwölf Jahre lang, von 1986 bis 1997, Foto: Paul Nienhaus

Pfarrer Erich Elpers, der lange Jahre in Metelen die Pfarrgemeinde Ss. Cornelius und Cyprianus leitete, ist am Montag im Alter von 83 Jahren im Klinikum Ibbenbüren gestorben. Seine Gemeinde Sankt Antonius von Padua in Rheine hat sich in ihrer ersten Trauerbekundung von ihm verabschiedet. Sie schreibt: „Mit Erich Elpers verlieren wir einen Netzwerker, einen Tausendsassa, einen streitbaren Priester und einen Beziehungspfleger, einen Seelsorger im besten Sinne, einen Überzeugungstäter für die Sache Jesu und das Evangelium.“

Auch in Metelen hat Elpers in seiner zwölfjährigen Tätigkeit von 1986 bis 1997 Spuren hinterlassen, nicht zuletzt baulicher Art. Der Anbau der Stiftskammer, die Öffnung der Fensterrosette im Altarraum der Stiftskirche, der neue Ambo – vor allem aber der Neubau des Pfarrzentrums Oase sind noch heute sichtbare Zeugnisse seines Wirkens.

Schon als Kind sei er interessiert an Kirche und Gottesdienst gewesen, hatte Elpers immer erzählt. Allerdings musste er erst auf Wunsch seiner Familie Maurer werden. Danach machte er am Abendgymnasium in Neuss Abitur, studierte in Münster und München und wurde zum Priester geweiht.

Für Elpers war Seelsorge Menschensorge. Neben der Leitung von Pfarrgemeinden war er mit Leib und Seele Notfallseelsorger und Polizeiseelsorger und stand Menschen in Krisensituationen bei. Er gründete einen Verein, um Pfarrer John F. K. Lubega in Uganda in seiner Arbeit zu unterstützen – eins seiner Lieblingsprojekte. Er unterstützte Menschen in Osteuropa und Bolivien.

Als Priester war ihm der Aufbruch Abrahams wichtig, die Erneuerung, mutig für Menschen einzutreten, trotz der eigenen Schwächen und Fehler. Er wollte Menschen auf Augenhöhe begegnen, nicht verurteilen, sondern versöhnen.

Am 15. Mai 1939 wurde Pfarrer Elpers in Billerbeck geboren. Nach seiner Priesterweihe am 11. Juli 1970 kam er im Jahr 1973 als Religionslehrer an den Städt. Handelslehranstalten nach Rheine. Dort wirkte er neben seiner Haupttätigkeit als Lehrer auch zeitweise als Pfarrverwalter in Elte und Rodde, bevor er im Jahr 1986 zum Pfarrer in Metelen ernannt wurde.

1997 wurde Elpers Pfarrer in Ibbenbüren St. Mauritius. Schließlich führte ihn sein Weg im Jahr 2006 endgültig zurück nach Rheine, wo er in der Folge in vielen verschiedenen Ämtern und Aufgaben die Seelsorge bereicherte.

Pfarrer em. Elpers wird auf seinen eigenen Wunsch hin in Ibbenbüren beigesetzt. Das Seelenamt ist am Mittwoch (8. März) um 11 Uhr in seiner ehemaligen Pfarrkirche St. Mauritius. Die Beisetzung erfolgt im Anschluss auf dem Zentralfriedhof Nordstraße. In Metelen wird am Sonntag (5. März) um 10.30 Uhr ein Gedenkgottesdienst für den Verstorbenen stattfinden.

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