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Heimatverein

Vorsitzender kündigt Rückzug an: Berhard Iking lässt sich letztmalig wiederwählen

Metelen

Er trat nochmals an – allerdings zum letzten Mal. Bernhard Iking, Vorsitzender des Heimatvereins, wurde an der Spitze der organisierten Metelener Heimatfreunde bestätigt. Er erklärte nach dem Wahlgang aber auch, dass er nach zwei Jahren die Funktion abgeben will. Ein weiteres Thema des Treffens der Heimatvereins-Mitglieder in der Mühle war auch die geplante Schutzhütte am Radweg nach Burgsteinfurt.

Von Dorothee Zimmer

Der Vorstand des Heimatvereins mit (v.l.) Josef Fleige, Ingrid Brans, Monika Jöhne, Lisa Stippel, Ingrid Weyring, Werner Pöpping, Bruno Duesmann-Artmann, Vorsitzender Bernhard Iking, Hajo Plagemann, Heinz Woltering und Brigitte van Goer.  Foto: Dorothee Zimmer

Eine Frau als Vorsitzende des Heimatvereins? Sicher, warum nicht, meint Bernhard Iking. Die Frage, wer die Hauptverantwortung in der rund 850 Mitglieder starken Gruppe übernimmt, stellt sich indes erst in gut zwei Jahren. Bis dahin ist der aktuelle Vorsitzende noch bereit, das Amt ausüben.

Im Anschluss an seine Wiederwahl im Rahmen der Mitgliederversammlung am Montag in Plagemanns Mühle machte er jedoch deutlich, dass er die Aufgabe dann in andere Hände geben will. In welche, ist derzeit offen. Dass sie gegebenenfalls auch weiblich sein könnten, zog Iking bei einem Gespräch am Rande durchaus in Betracht.

Anderthalb Jahre sind seit der letzten Versammlung vergangen. In diesem Zeitraum gingen Ikings Ausführungen zufolge neun Austritte sowie 20 Neuanmeldungen von Heimatfreunden ein. Vieles, was zum Angebot des Heimatvereins gehört, musste wegen Corona ausfallen.

„Aber trotz der Einschränkungen ist einiges passiert, was den Ort ein wenig lebenswerter macht“, erläuterte der Vorsitzende. Dazu zählten Aktionen wie das Aufstellen des Maibaums („Da ging es einsam und verlassen zu“), das Bestücken der Blumenkästen an der Vechte sowie ein Besuch im St-Ida-Haus, bei dem Riewers gebacken wurden.

Diese allseits begehrten Kartoffelpuffer will der Heimatverein auch auf dem Fettmarkt anbieten, die Anmeldung dafür ist abgegeben. Sollten jedoch die Corona-Bedingungen so sein, dass die Heimatfreundinnen an den heißen Fettpfannen stehend Masken tragen müssen, wird die Beteiligung hinfällig. „Das wollen wir den Frauen nicht zumuten“, erklärte Iking.

Zum Baubeginn der geplanten Schutzhütte am Radweg in der Nähe des Abenteuerzoos sagte er: „Wir gehen davon aus, dass wir in der ersten Oktoberwoche loslegen.“ Ein kurzes Statement von ihm zum Wehr der Wassermühle lautete: „Wir versuchen, uns einzubringen und die Mühle am Leben zu halten.“

Schriftführer Hajo Plagemann widmete sich in seinem Bericht den verschiedenen Aktionen, die noch stattfinden konnten, bevor Corona kam, und jenen, die langsam wieder Fahrt aufnehmen. Zudem vermeldete er die standesamtliche Trauung von fünf Paaren im Ackerbürgerhaus. Über Ein- und Ausgaben berichtete Kassierer Bruno Duesmann-Artmann, im Anschluss entlastete die Versammlung den Vorstand einstimmig.

Viel Lob und Dank gab es von den Vorstandsmitgliedern sowohl für den Vorsitzenden als auch für alle, die sich im Verein tatkräftig engagieren. Über Iking sagte Plagemann unter anderem: „Er geht auf jeden zu und fängt viel Arbeit ab. Er streitet nicht, er schlichtet.“

Umgekehrt äußerte auch Iking große Anerkennung für seine Mitstreiter und alle Aktiven. Seinem Stellvertreter Werner Pöpping überreichte er ein kleines Präsent für 18 Jahre Vorstandstätigkeit. Pöpping lässt sein Amt zunächst ruhen, unterstützt den Verein dennoch weiterhin. Das Ergebnis zur Wiederwahl für Beisitzer Josef Fleige und Beisitzerin Ingrid Weyring fiel – wie bereits bei der Wahl zum Vorsitzenden – einstimmig aus.

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