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Heilpraktikerin gibt Praxistipps mit bewährten Hausmitteln

Zwiebelsäckchen und Basensuppe

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Alte Hausmittel neu entdecken – das ist ein Anliegen, das die Heilpraktikerin Rita Schöcker-Herbers jetzt in der Kita St. Marien vermittelte. Einem kleinen Kreis interessierter Teilnehmerinnen erklärte sie die Wirkungen, die etwa Tees bei Erkältungssymptomen haben. Auch spezielle Suppen, die beispielsweise bei Menschen mit empfindlichem Magen helfen, waren ein Thema des Vortrags.

Von Irmgard Tappe

Heilpraktikerin Rita Stöcker-Herbers (r.) machte die Besucher des Vortrags mit bewährten und vergessenen Hausrezepten ver Foto: Irmgard Tappe

Auch wenn die Flüssigkeit in der Flasche farblich einem Kräuterlikör ähnelte, es war war absolut nichts Hochprozentiges, was Rita Stöcker-Herbers den Anwesenden einschenkte. „Das ist ein Zwiebel-Kandis-Hustensaft. Ein altes Hausmittel bei Husten und Halsschmerzen. Besonders für Kinder sehr gut geeignet, denn man kann es nicht überdosieren“, erklärte die Heilpraktikerin aus Heek den Frauen und reichte ihnen je ein gefülltes „Schnapspinneken“ des selbst hergestellten Hustensaftes. Mit dieser Kostprobe waren die Damen gut eingestimmt auf den Vortrag „Alte Hausmittel neu entdeckt“.

Es war eine kleine, aber sehr interessierte Frauenrunde, die sich in der Kita St. Marien eingefunden hatte. Erfahrungen mit Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen, Wadenwickel bei Fieber sowie Hühnersuppe bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten, oder Quark- und Kohlwickel bei entzündeten Gelenken wurden ausgetauscht.

Doch Rita Stöcker-Herbers stellte den Frauen noch jede Menge weitere Hausmittel vor und gab verschiedene Tipps. „Bei allen Erkältungssymptomen ist es wichtig, das man viel Wasser oder Tee trinkt, um der Schleimverdickung vorzubeugen“, erklärte sie und empfahl zusätzlich Vitamin C und Zink, weil das den Infektverlauf verkürzen soll. Und da das Immunsystem bei allen Infektionen auf Hochtouren arbeite, sei auch Ruhe ein wichtiger Begleiter.

Dann holte die Fachfrau eine weitere Kostprobe aus ihrem Hausmittelschatz: Eine Flasche „Kurkuma-Ingwer-Shot“. Dabei werden 100 Gramm Ingwer und 30 Gramm Kurkuma gerieben und mit wei Orangen, einer Zitrone und 100 Gramm Honig gemixt. „Davon können Sie mehrmals täglich ein Gläschen genießen. Es wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, abwehrsteigernd und wärmend“, erläuterte Rita Stöcker-Herbers.

Auch gegen Magen- und Darmbeschwerden hatte die Heilpraktikerin aus Heek verschiedene Hausmittel. Zum Beispiel geriebener Apfel, „Morosche Karottensuppe“ oder „Basensuppe“ bei Durchfall. Leide jemand an einer Magenschleimhautentzündung, sei die Rollkur mit Kamillentee ein gutes Hausmittel. Und bei Sodbrennen habe sich „Leinsamenschleim“ als lindernd erwiesen, da es die Säure im Magen bindet.

Allerdings sollten Betroffene ihr Verhalten ebenfalls nicht außer Acht lassen. Das heißt: Zucker, Weißmehl, fettreiches Essen, Nikotin, Alkohol und Kaffee möglichst meiden und ausschließlich kleine Mahlzeiten zu sich nehmen.

„Über allem steht natürlich eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse und Obst, Vollkornprodukten sowie wenig Fleisch und Fisch“, legte die Heilpraktikerin den Anwesenden nahe. Insbesondere das Gemüse sollte ihrer Meinung nach einen hohen Stellenwert in der Ernährung haben. Die Fachfrau empfiehlt pro Tag 400 Gramm Gemüse und 250 Gramm Obst. Ausgestattet mit vielen Tipps rund um die guten alten Hausmittel und einer entsprechenden Hausmittel- Rezeptsammlung gingen die Teilnehmerinnen heim.

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