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Neue Stadtgeschichte von Prof. Franz-Josef Jakobi erschienen

1200 Jahre Münster auf 1200 Seiten

Münster

Fast drei Jahrzehnte nach der dreibändigen „Geschichte der Stadt Münster“ gibt es nun eine neue Stadtgeschichte. Am Freitagabend wurde das zweibändige Werk „Münster – Entstehung und Geschichte der Stadt vom 8. bis 20. Jahrhundert“ von Franz-Josef Jakobi vor mehr als 100 Gästen im Rathaus vorgestellt.

Von Martin Kalitschke

Über die neue Stadtgeschichte freuen sich (v.l.) Dr. Dirk Passmann (Verlagsleiter Aschendorff), Dr. Robert Zeidler (Sparkasse Münsterland-Ost), Autor Prof. Dr. Franz-Josef Jakobi, Oberbürgermeister Markus Lewe und Verleger Dr. Benedikt Hüffer. Foto: Oliver Werner

Münster feierte sein 1200-jähriges Stadtjubiläum, als die von Prof. Dr. Franz-Josef Jakobi herausgegebene und von 53 Autoren verfasste dreibändige „Geschichte der Stadt Münster“ auf den Markt kam. Knapp drei Jahrzehnte ist das mittlerweile her. Nun gibt es eine neue, zweibändige Stadtgeschichte: „Münster – Entstehung und Geschichte der Stadt vom 8. bis 20. Jahrhundert“ lautet der Titel des Werkes, für das Jakobi, langjähriger Leiter des Stadtarchivs, diesmal ganz alleine verantwortlich zeichnet. Am Freitagabend ist diese neue Stadtgeschichte, die im Aschendorff Verlag erschienen ist, vor mehr als 100 Gästen in der Bürgerhalle des Rathauses vorgestellt worden.

Prof. Dr. Jakobi (v.l.) mit seiner Frau Lisa und Prof. Dr. Reininghaus Foto: Oliver Werner

„Das ist heute ein ganz besonderes Ereignis“, betonte Oberbürgermeister Markus Lewe. Er würdigte die Leistung des Autors. Jakobi habe ein Werk verfasst, das auf der Basis der Geschichte Orientierung für die Zukunft biete und so zur Identitätsbildung in Münster beitrage. „Die neue Stadtgeschichte ist ein Werk für alle“, sagte der OB – und empfahl sie als Weihnachtsgeschenk.

Arbeit am Werk ist „aller Ehren wert“

Dr. Benedikt Hüffer, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Aschendorff, bezeichnete es als „aller Ehren wert“, dass Jakobi fast ein Jahrzehnt an dem zweibändigen Werk gearbeitet hat. Zugleich hob er hervor, dass mehrere Sponsoren das Projekt ermöglicht hatten: der inzwischen verstorbene Unternehmer Roland Nolte, die Stadt Münster (Münster Marketing), die Sparkasse Münsterland Ost sowie der Verein der Kaufmannschaft zu Münster von 1835, dessen Vorsitzender Dr. Hüffer ist.

„Dieses Werk hat Franz-Josef Jakobi lange umtrieben“, merkte Prof. Dr. Wilfried Reininghaus an, der die Stadtgeschichte vorstellte. Dem Autor bescheinigte er „Mut, Beharrlichkeit, Kompetenz und Gestaltungswillen“. Dem nun vollendeten Ergebnis zollte Reininghaus „tiefen Respekt“.

Dr. Benedikt Hüffer (v.l.) mit Prof. Jakobi und Oberbürgermeister Lewe Foto: Oliver Werner

Ein Buch auch für interessierte Laien

Das Buch schildert die historische Entwicklung der Stadt und ihrer Vorgängersiedlungen von den Anfängen bis ins 20. Jahrhundert. Veränderungen im Stadtbild und in der Topographie, in Politik, Verwaltung, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur werden in 16 Kapiteln thematisiert. Die verständlich aufbereiteten Bände – ein mehr als 700 Seiten starker Textband und ein knapp 550 Seiten starker Begleitband mit Abbildungen – richten sich nicht nur an Fachleute, sondern an alle Interessierten. Das Werk endet mit der kommunalen Gebietsreform der 1970er-Jahre.

Kurz nach Erscheinen dieser neuen Stadtgeschichte wird Münster erneut ein Jubiläum feiern: 2023 jährt sich der Westfälische Friede zum 375. Mal. Jakobis Buch, inhaltlich auf dem neuesten Stand, ist ein idealer Begleiter für das Jubiläumsjahr – und die Zeit danach.

Franz-Josef Jakobi, „Münster – Entstehung und Geschichte der Stadt vom 8. bis 20. Jahrhundert“, ISBN 978-3-402-13093-3, Aschendorff Verlag, 98 Euro.

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