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Serie „Münsters Tatort-Helfer“

Der "Tatort" auf der großen Leinwand

Münster

Auch auf der großen Leinwand funktioniert der Münster-Tatort. Cineplex-Geschäftsführer Ansgar Esch gibt einen Einblick in die Tatort-Premieren des hiesigen Kinos – und erinnert an eine kuriose Geschichte.

Volles Haus: Wenn im Cineplex ein Münster-Tatort gezeigt wird und die Schauspieler live dabei sind (hier Jan Josef Liefers), stehen die Fans Schlange. kl. Bild: Seit 20 Jahren dabei: Ansgar Esch. Foto: Stadt Münster

Mit dem nächsten Münster-Tatort „Ein Freund, ein guter Freund“, der im Herbst 2022 ausgestrahlt wird, feiern WDR und Stadt Münster das 20-jährige Bestehen des bundesweit beliebtesten Tatort-Teams, das regelmäßig bei den Einschaltquoten an der Spitze liegt. In der sechsteiligen Serie „Münsters Tatort-Helfer“ stellt der Filmservice Münster.Land Menschen aus Münster vor, die beruflich mit dem Münster-Tatort verbunden sind. In der fünften Folge berichtet Ansgar Esch, Geschäftsführer des Kino Cineplex, von ausverkauften Tatort-Premieren.

Der Ansturm auf die Kinokarten für die erste Tatort-Premiere im Jahr 2002 ist Ansgar Esch lebhaft in Erinnerung. Damals war der heutige Geschäftsführer der Münsterschen Filmtheater-Betriebe noch Student und das Cineplex, das zu den Filmtheaterbetrieben gehört, wurde von seinem Vater Felix geführt. „Ich saß an der Kasse und habe den Vorverkauf gemacht, die Leute hätten jeden Platz genommen.“ 2002 gab es noch keine Digital-Projektoren und so konnte der erste Münster-Tatort „Der dunkle Fleck“ nur in einem Saal gezeigt werden.

"Für den Münster-Tatort gilt die höchste Alarmstufe"

Entsprechend schnell war das Kartenkontingent vergriffen. „Der Vorverkauf hat uns komplett überrannt. Das war bis dahin die größte Premiere im Cineplex“, sagt Esch. Und obwohl das Kino seit 2010 mit Digitalprojektoren ausgestattet ist, der neueste Münster-Tatort also in fünf Sälen gezeigt werden kann, „ist der Ansturm immer noch groß“, so Esch, „das System wird regelmäßig gecrasht. Für den Münster-Tatort gilt in der Cineplex-Gruppe die höchste Alarmstufe im technischen Bereich.“

Tatort-Premiere im Preußenstadion

Rund 20 Tatort-Premieren hat das Cineplex seitdem zusammen mit dem Filmservice Münster.Land und dem WDR veranstaltet, zwei davon als Open-Air-Vorstellungen vor dem münsterschen Schloss. Zu beiden Freiluft-Premieren kamen an zwei Abenden insgesamt etwa 6000 Menschen. Auf die nächste Open-Air-Premiere ist Esch ganz besonders gespannt. Denn die Jubiläumsfolge „Ein Freund, ein guter Freund“ wird am 30. August Open Air im Preußen­stadion gezeigt. Die 1700 Karten dafür waren nach 16 Minuten ausverkauft.

Um die Premieren ranken sich viele Erlebnisse und Erinnerungen. Ein „Vorfall“ ist Ansgar Esch besonders in Erinnerung geblieben, das so genannte „Zigaretten-Gate“ um Axel Prahl. Der hatte sich nämlich bei einem Pressetermin anlässlich einer Premiere im Herbst 2009 eine Zigarette angezündet, obwohl das Rauchen in Innenräumen und damit auch im Kino kurz davor verboten worden war.

"Münsters Tatort-Helfer"

Darüber beschwerten sich verschiedene Kinogänger, sodass der Ordnungsamtsleiter der Stadt Münster keine andere Möglichkeit sah, als von Prahl ein Verwarnungsgeld in Höhe von 35 Euro zu kassieren. Das Ganze verursachte einen riesigen Medienrummel und „das Cineplex schaffte es in die gesamte deutsche Presse“, freut sich Esch heute noch.

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