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„Energie- und Klimabilanz“ für Münster

28 Prozent weniger Treibhausgase seit 1990

Münster

Bis 2030 möchte Münster klimaneutral werden. Laut dem aktuellen Bericht zur "Energie- und Klimabilanz 1990-2019" befinden sich die Münsteranerinnen und Münsteraner bereits auf dem richtigen Weg. Doch Nachhaltigkeitsdezernent Matthias Peck betont auch, dass noch viel mehr getan werden muss.

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Damit Münster bis 2030 klimaneutral wird, müssen die CO2-Emissionen noch stärker sinken als bisher, verdeutlicht Nachhaltigkeitsdezernent Matthias Peck zusammen mit Pia Niehues (l.) und Annika Feldhof von der Koordinierungsstelle für Klima und Energie. Foto: Stadt Münster/Michael C. Möller

Klimaneutral bis 2030: Mit diesem Ziel stellt sich die Stadt Münster einer Herausforderung und die bisherigen Maßnahmen zur CO2-Reduktion zeigen Wirkung. Das belegt der aktuelle Bericht zur "Energie- und Klimabilanz 1990 – 2019", den die Stadt in einer Pressemitteilung zitiert. Um 28 Prozent seien die CO2-Emissionen in der Stadt seit 1990 insgesamt gesunken – trotz kontinuierlich wachsender Bevölkerungszahl. Pro Kopf liege der Rückgang rechnerisch sogar bei 41 Prozent. "Wir sind auf dem richtigen Weg, aber bis zur Klimaneutralität muss noch sehr viel getan werden. Und der Zeitdruck ist groß", sagt Matthias Peck, Nachhaltigkeitsdezernent der Stadt Münster.

Die Zahlen der Energie- und Klimabilanz zeigen die Entwicklungen in verschiedenen Bereichen in Münster auf: War der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtstromverbrauch im Jahr 1995 noch gleich null, so lag er 2019 bei knapp 15 Prozent. "Gleichzeitig ging die Anzahl der klimaschädlichen Ölheizungsanlagen stark zurück", heißt es weiter. Der Gesamtendenergieverbrauch in Münster sei seit 1990 trotz steigender Einwohnerzahlen um acht Prozent gesunken. "Die Kurven der Bilanz zeigen also in die richtige Richtung, aber sie müssen deutlich steiler werden, damit das Ziel der Klimaneutralität bis 2030 erreicht werden kann", schreibt die Stadt.

Matthias Peck

Die Klimaneutralität bis 2030 fest im Blick, überarbeite die Koordinierungsstelle für Klima und Energie zurzeit den "Masterplan 100 % Klimaschutz" und passe ihn an den neuen Zeithorizont an. Es werden Potenziale, Herausforderungen und Zielsetzungen für die kommunale Klimaschutzarbeit in der Stadt Münster formuliert. Bis zum Sommer sollen konkrete Vorschläge erarbeitet werden, wie Energieverbräuche und CO2-Ausstoß kurzfristig weiter stark reduziert werden können.

Eine zentrale Fragestellung bleibt: Wie kann die Stadtgesellschaft für die Belange des Klimaschutzes noch stärker sensibilisiert und aktiviert werden. "Es geht nicht ohne die Münsteranerinnen und Münsteraner", betont Matthias Peck. "Für ein klimaneutrales Münster brauchen wir einen mutigen Aufbruch, den alle mittragen. Die Stadt kann einen starken und unterstützenden Rahmen schaffen. Mit Leben füllen müssen ihn die Menschen, die in Münster wohnen oder arbeiten, die Unternehmen, die Politik, die Schulen, die Vereine – unsere gesamte Stadtgesellschaft."

Mehr Informationen, Anregungen und konkrete Tipps sowie die komplette "Energie- und Klimabilanz 1990 – 2019" gibt die Stadt unter www.klima.muenster.de

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