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Stadtverwaltung wendet sich ans Land

2G für Jecke und auf Weihnachtsmärkten

Münster

Aufgrund steigender Infektionszahlen soll in Münster auf den Weihnachtsmärkten und im Karneval die 2G-Regel gelten. Das hat der Corona-Krisenstab am Mittwoch entschieden. Und zwar unabhängig davon, ob das Land diese Regelung flächendeckend umsetzen wird.

Von Björn Meyer

Geht es nach dem Krisenstab der Stadt, soll auf den Weihnachtsmärkten in Münster die 2G-Regel gelten. Foto: Oliver Werner (Archivbild)

Angesichts einer steigenden Inzidenz im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat der Krisenstab der Stadt am Mittwoch beschlossen, das bei großen Veranstaltungen, etwa beim Karneval und vor allem auf den Weihnachtsmärkten, die 2G-Regel gelten soll. „Wir sehen den Impfschutz als zen-tral“, sagte Wolfgang Heuer am Mittwochmittag.

Um die 2G-Regel anzuwenden, die derzeit nicht der NRW-Corona-Schutzverordnung entspricht, werde man das Land kurzfristig bitten, eine landesweite Regelung für Großveranstaltungen umzusetzen. Geschehe dies nicht, will die Stadt Münster dem in Nordrhein-Westfalen zuständigen Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales eine lokale Verfügung zur Freigabe vorlegen.

Heuer favorisiert 2G auch für Gaststätten

Persönlich, so teilte Heuer mit, favorisiere er in dem Zusammenhang auch eine 2G-Regelung für Gaststätten. Doch auch hier setzt der Krisenstabsleiter zunächst seine Hoffnung in das Land NRW. „Ich denke, das könnte man in diesem Zusammenhang ebenfalls regeln.“ Für Münsters Clubs wird die 2G-Regel, wie derzeit schon häufig freiwillig praktiziert, im Zuge der Verschärfung wohl ebenfalls verpflichtend.

Weiterhin kündigte Heuer an, dass bei den Kontrollen durch den Ordnungsdienst der Stadt, etwa auf den Weihnachtsmärkten, zukünftig auch der Personalausweis zum Impfnachweis kontrolliert werden wird. Eine Maskenpflicht soll es dagegen auf den Großveranstaltungen nicht geben.

Impfaktionen im Stadthaus 2

„Beständig Dampf machen für die Schutzimpfung“

Außerdem hat der Krisenstab über die Errichtung von städtischen Impfstellen in Münster beraten. Gespräche mit potenziellen Kooperationspartnern würden fortgesetzt, heißt es dazu in einer Pressemitteilung.

„Wir blicken glücklicherweise auf ein hohes Impfniveau in unserer Stadt. Aber wir müssen beständig Dampf machen für die Schutzimpfung“, so Heuer. Dass die Impfung wirke, zeige laut Stadt auch die Krankenhausbelegung. Aktuell befänden sich 23 Personen aufgrund einer Covid-Erkrankung in münsterischen Krankenhäusern, sieben auf einer Intensivstation. Vor genau einem Jahr, bei ähnlicher Inzidenz, mussten 44 Personen stationär behandelt werden, davon 22 auf Intensivstationen.

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