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Erneute Verzögerungen

350 Einwendungen gegen Hafenmarkt

Münster

Über 350 Einwendungen – das Projekt „Hafenmarkt“ bleibt für die Stadtverwaltung ein Ärgernis. Und die Fülle sorgt nun dafür, dass eine Entscheidung über den umstrittenen Bau nach hinten verschoben wird.

Klaus Baumeister

Hafenmarkt am Hansaring . Foto: Matthias Ahlke

Gegen das Projekt Hafenmarkt wurden über 350 Einwendungen eingereicht. Das gab der Chef des Stadtplanungsamtes, Christopher Festersen, in der Sitzung des Planungsausschusses bekannt. Für das vom Oberverwaltungsgericht Münster gestoppte Bauvorhaben am Hansaring erstellt die Stadt Münster derzeit einen neuen Bebauungsplan.

Jüngst lief die Frist ab, in der Stellungnahmen abgegeben werden konnten. Wegen der Fülle der jetzt zu prüfenden Eingaben dürfte der finale Beschluss des Rates zu dem neuen Bebauungsplan erst im kommenden Jahr fallen.

Gericht verhängt Baustopp

Beim Hafenmarkt, früher Hafencenter, handelt es sich um ein Quartierszentrum, bestehend aus Ladenlokalen, Büros, Wohnungen und einer Quartiersgarage. Das Projekt ist bei Anwohnern heftig umstritten. Sie halten einerseits ein weiteres Einzelhandelsangebot für überflüssig und befürchten andererseits eine weitere verkehrliche Belastung des Hansaringes.

Gleichwohl hat der Rat 2015 das Projekt genehmigt. Bereits seit 2006 ist die Fläche, auf der das Unternehmen Stroetmann bauen möchte, im Einzelhandelskonzept als Einzelhandelsstandort ausgewiesen. 2018 hob das Oberverwaltungsgericht den bestehenden Bebauungsplan auf, 2019 wurde ein Baustopp erlassen. Nach Ansicht des Gerichtes hat die Stadt Münster nicht ausreichend geprüft, welche verkehrlichen Auswirkungen aus der Schließung der Theodor-Scheiwe-Straße für das Quartier ergeben.

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