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Abfallbilanz liegt vor

422 Kilogramm Müll je Nase im Jahr 2020

Münster

Im Corona-Jahr 2020 fiel in Münster mehr Müll an als im Jahr zuvor. Aber wie die Abfallbilanz belegt, waren die Unterschiede nicht sehr gravierend.

Von Klaus Baumeister

Auch im Corona-Jahr 2020 waren die Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe in Münster unterwegs. Foto: hpe

Mehr Homeoffice, weniger Reisen, Schulausfall, Partyverbot – Corona hat im vergangenen Jahr alles auf den Kopf gestellt. Zu den vielen spannenden Fragen, die sich daraus ergeben, gehört auch diese: Wie hat sich Corona auf unser Abfallverhalten ausgewirkt?

Jetzt liegt die Antwort vor – in Form der Abfallbilanz, wie sie die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) für 2020 erarbeitet haben. Um es kurz zu machen: Es gab Veränderungen, aber keine gravierenden.

Also: Im vergangenen Jahr fielen je Einwohner 422 Kilogramm Abfälle an, fünf Kilogramm mehr als im Jahr zuvor. Der bundesweite Schnitt liegt bei 457. Kilogramm. Das heißt im Klartext: Jeder Deutsche „produziert“ 25 Kilogramm Abfälle mehr im Jahr.

Mehr Sperrmüll dank Entrümpelungsaktionen

Betrachtet man isoliert den Restmüll (also das, was in die Graue Tonne wandert), so gab sogar einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr, von 121 auf 120 Kilogramm. Zugenommen hat derweil das Sperrgutaufkommen von 41 auf 44 Kilogramm je Nase. Diese Differenz von drei Kilogramm führen die AWM in der Tat auf Corona und die diversen Entrümpelungsaktionen zurück, mit denen Münsteraner die ereignisarme Zeit belebten.

Der Bioabfall wuchs sogar von 49 auf 55 Kilogramm, was mit der allgemeinen Vermutung korrespondiert, dass in den Coronamonaten mehr zu Haus gekocht wurde. Zugleich weisen die AWM aber auch darauf hin, dass man sehr gezielt darum wirbt, Biomüll nicht in die Restmülltonne zu werfen. Diese Werbung könnte Früchte getragen haben, da ja das Restmüll-Aufkommen gesunken ist.

35 statt 31 Kilogramm Verpackungsmüll im Jahr 2020 wiederum sprechen deutlich dafür, dass die Menschen mehr zu Hause konsumiert haben. Gesunken ist unterdessen das Papieraufkommen je Nase, und zwar von 68 auf 63 Kilogramm.

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