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Geflüchtete Ortskräfte

48 Afghanen in Münster eingetroffen

Münster

In Münster sind 48 afghanische Ortskräfte eingetroffen. Sie sollen in Kürze ihre Quartiere in einigen der 33 münsterischen Flüchtlingsunterkünfte beziehen. Weitere afghanische Flüchtlinge sollen laut Stadt in den kommenden Wochen folgen.

Im August evakuierte die Bundeswehr afghanische Ortskräfte aus ihrem Heimatland. Foto: Marc Tessensohn/dpa

48 afghanische Geflüchtete – 18 Erwachsene und 30 Kinder – sind jetzt in Münster eingetroffen. Es handelt sich um so genannte Ortskräfte und ihre Familien, die die Stadt Münster in Absprache mit der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg über ihre Aufnahmeverpflichtung hinaus aufnimmt. Bereits im August 2021, als die Übergriffe der Taliban auf die Ortskräfte eskalierten, hatte Münster zugesagt, bis zu 60 Geflüchtete aus Afghanistan zusätzlich aufzunehmen, berichtet die Stadtverwaltung. „Ich freue mich sehr, dass wir dieses Versprechen nun einlösen und den Menschen aus Afghanistan aus ihrer besonderen Notsituation heraushelfen können“, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe.

Die Ortskräfte, die in Afghanistan für deutsche Behörden oder Organisationen gearbeitet haben und dadurch besonders gefährdet sind, wurden bereits im September aus dem Land gebracht und haben bisher in Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes gelebt. Die Familien bezogen in Münster zunächst die zentrale Erstaufnahme auf dem Gelände der ehemaligen Oxford-Kaserne.

Kinder werden ortsnah Kitas und Schulen besuchen

Mitarbeiter des Sozialamtes organisierten die Unterbringung und Erstversorgung der Menschen. Außerdem haben sie mit den Familien über deren Bedarfe gesprochen und gaben erste Informationen über das hiesige Versorgungs- und Unterstützungssystem.

In etwa zwei Wochen werden die Familien in mehrere der 33 dezentralen und, wie die Stadt betont, gut integrierten Einrichtungen im Stadtgebiet umziehen. In den Einrichtungen angekommen, können die Kinder wohnortnah Kitas und Schulen besuchen, während ihre Eltern an Sprachkursen teilnehmen und erste Schritte zur Arbeitssuche unternehmen können.

In den nächsten Wochen werden weitere Zuweisungen afghanischer Ortskräfte erwartet. Als Mitgliedsstadt im Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ hat Münster 2020 beschlossen, im Rahmen der Seenotrettung zusätzliche Geflüchtete aufzunehmen. Dieses Kontingent wurde nicht ausgeschöpft. Daher erklärte sich die Stadt bereit, zunächst bis zu 60 afghanischen Ortskräften einschließlich ihrer Familien, die vor den Übergriffen der Taliban flüchten müssen, eine Perspektive zu bieten.

Fast 700 Afghanen in Münster

Ende 2020 waren etwa 680 Menschen afghanischer Staatsangehörigkeit in Münster gemeldet. Zwischen 2004 und 2014 lebten weniger als 200 Menschen aus Afghanistan in Münster, so die Stadt.

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