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Projekt der Stadt für Grundschulen

650 Schüler lernen Schwimmen in zehn Tagen

Münster

Schwimmen können ist wichtig. Da ist sich die Stadt sicher. Deswegen führt sie mit Kooperationspartnern erneut die Aktion „Münster lernt Schwimmen“ durch.

Von Jonas Wiening

V.l.: Janis Eschert (DLRG), Thorsten Imsieke (Sportamt), Thomas Michel (Sportdezernent Bezirksregierung), Rita Peters (Sportamt), Markus Lewe (Oberbürgermeister) und Astrid Markmann (Stadtsportbund) freuen sich über die Neuauflage von „Münster lernt Schwimmen“. Foto: Matthias Ahlke

Zwei Jahre lang waren Freibäder und Schwimmhallen nur sehr eingeschränkt nutzbar. Die Corona-Pandemie setzte auch den Schwimmbegeisterten zu. „Wir mussten Kurse absagen oder die Gruppengrößen herunterfahren“, sagt Janis Eschert von der DLRG. Der Schwimmtrainer beklagt, dass deshalb noch über 1000 Menschen in Münster auf Wartelisten für die unterschiedlichsten Schwimmkurse stehen.

Es sei aber besonders wichtig, dass zumindest Nichtschwimmer das Schwimmen lernen. Zu groß sei die Gefahr des Ertrinkens, wenn Nichtschwimmer in Bäder, Seen oder das Meer springen.

Projekt für Dritt- und Viertklässler

Umso glücklicher ist Janis Eschert, dass die Stadt Münster in Kooperation mit der Bezirksregierung, dem Sportamt, Vereinen und dem Stadtsportbund das Projekt „Münster lernt Schwimmen“ weiter angeht. Für die zweiwöchige Aktion wurden alle Grundschulen angeschrieben. Sie sollten Dritt- und Viertklässler melden, die noch nicht schwimmen können. Und das taten die Schulen aus Münster. Über 650 Schüler und Schülerinnen der dritten und vierten Klassen wurden als Nichtschwimmer und für das Projekt gemeldet. Die meist acht- bis zehnjährigen Kinder bekommen seit Montag jetzt zwei Wochen lang - jeden Tag - Schwimmunterricht. Mindestens eine Stunde am Tag sollen die Schüler ans Wasser gewöhnt und trainiert werden.

Für „Münster lernt Schwimmen“ werden dabei sämtliche Hallenbäder der Stadt genutzt. „Die weiterführenden Schulen verzichten dafür auf ihre weiterführenden Schwimmkurse“, sagt Sportamts-Mitarbeiter Thorsten Imsieke, der auch die vielen Bustransfers für die Kinder organisiert.

Aktion wurde 2021 ins Leben gerufen

„Schwimmen ist mehr als nur im Wasser zu sein“, sagt Markus Lewe. Es gehe um Sport, Gemeinschaft und Gesundheitsvorbeugung, so der Oberbürgermeister. Deswegen habe die Stadt die Aktion 2021 ins Leben gerufen und diese in den Osterferien und jetzt - kurz vor den Sommerferien - erneut stattfinden lassen. „Und auch in Zukunft wollen wir dafür sorgen, dass so viele Kinder wie möglich, das Schwimmen lernen. Erreicht ein Kind während der Aktion nicht das Seepferdchen wird dafür gesorgt, dass es auch nach den zwei Wochen weiter schwimmen lernt“, sagt Thomas Michel, Sportdezernent der Bezirksregierung.

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