Konsequente Kontrollen

Abende am Aasee werden anders sein

Münster

Rund um den Aasee wird am Freitagabend das neue Maßnahmenkonzept umgesetzt, nachdem die letzten Partynächte aus dem Ruder gelaufen sind. Stadt und Polizei wollen konsequent kontrollieren. Die Szene denkt an Alternativen.

Von Ralf Repöhler

Der Aasee soll laut Stadt wieder der Erholung dienen. Foto: Matthias Ahlke

Die Sonne scheint, die Corona-Auflagen sind weniger streng: Hunderte vor allem junge Menschen werden am Freitagabend erneut an den Aasee pilgern, so wie an den vergangenen Wochenenden auch. Nur diesmal wird der Aufenthalt dort anders sein. Nach den langen Partynächten mit zu viel Lärm, Müll und einer Räumung des Areals am letzten Samstag, gilt ab Freitag ein schärferes Maßnahmenkonzept am Aasee.

Ordnungskräfte werden die Besucher in Empfang nehmen und kontrollieren, ob sie Glasflaschen dabei haben. Zwischen der Weseler Straße und der Torminbrücke gilt in den Abendstunden der Wochenenden nun ein Glasverbot. Mitarbeiter der Abfallwirtschaftsbetriebe hatten allein zwischen dem 3. und 7. Juni 2,85 Tonnen Glas auf den Aaseewiesen einsammeln müssen. „Das entspricht 7500 zerborstenen Glasflaschen“, verdeutlicht Ordnungsamtsleiter Norbert Vechtel.

Das Grillen am Ufer wird nur eingeschränkt möglich sein. Musik darf nicht mehr laut gehört werden. „Wir werden konsequent kontrollieren und das eine oder andere Abspielgerät konfiszieren müssen“, sagt Vechtel voraus. Vor allem wird ein Pendeln über das gesamte Areal, so von der Bastion zu den Aaseekugeln, nicht möglich sein. Einige Bereiche und Wege werden gesperrt.

Parkverbote im Umfeld

Zu dem zwischen Stadt und Polizei abgestimmten Maßnahmenkatalog zählt auch ein Verkehrskonzept. Mit dem Auto an den Abenden der Wochenenden zum Aasee zu fahren, lohnt sich kaum. Auf den Straßen drumherum wie Adenauerallee und Himmelreichallee gelten nach den schlechten Erfahrungen mit der Tuningszene und ihren aufgemotzten Autos Parkverbote. Auf der besonders betroffenen Annette-Allee wird der Verkehr mit einer Fahrbahnschikane und einer Schranke ausgebremst.

In den sozialen Medien wird bereits diskutiert, sich andere Orte zu suchen. So werden die Westerholtsche Wiese und der westliche Teil des Aasees hinter der Torminbrücke genannt.

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