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„Tour de Natur“ startet am Samstag in Münster

Aktivisten fordern Vorfahrt für den Klimaschutz

Münster

Seit 1991 gibt es die „Tour de Natur“. In diesem Jahr startet sie in Münster. Die rund 100 Teilnehmer fordern Vorfahrt für den Klimaschutz.

 

Seit 1991 gibt es die „Tour de Natur“. In diesem Jahr startet sie in Münster. Foto: Frank Vogelsteller

„Vorfahrt für Klimaschutz“, fordern die rund 100 Teilnehmer der Fahrraddemonstration auf ihrem Weg von Münster ins Rheinische Braunkohlerevier. Vom 24. Juli bis 7. August sind sie unterwegs – von Münster über Ahaus an den Niederrhein, mit einem Abstecher nach Nijmegen, ins westliche Ruhrgebiet, zum Hambacher Wald und über Garzweiler bis ins Rheinische Braunkohlerevier. Zum zweiten Mal führt die „Tour de Natur“ durch NRW, erstmalig kommt sie in die Fahrrad-Hochburg Münster, heißt es in einer Pressemitteilung der Veranstalter.

Die „Tour de Natur“ ist 1991 aus dem Widerstand gegen die „Thüringer-Wald-Autobahn“ entstanden. Seitdem engagieren sich Radler für den Schutz der Umwelt. Jeden Sommer geht es zwei Wochen lang um Verkehrspolitik, Energiewende, Atomausstieg, nachhaltige Landwirtschaft und andere Umweltthemen entlang der jeweiligen Tour-Strecke. „Gemeinsam mit aktiven Menschen und Initiativen aus der Region setzen die Radler aus ganz Deutschland ein Zeichen für umweltfreundliche Mobilität und Lebensweise“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Protest gegen Ausbau der B51

Zum Auftakt der Tour de Natur 2021 am Samstag (24. Juli) nimmt die Initiative „fahrradstadt.ms“ die Tour-Teilnehmer in Empfang und führt sie auf einer kritischen Radtour durch die Stadt.

Am Sonntag (25. Juli) demonstriert die „Tour de Natur“ mit den Aktiven der Bürgerinitiativen B51/B64n gegen den Ausbau der B51 und Neubau der B64n. Um 11 Uhr starten zeitgleich Radler von Münster (Start am Schloss) und Warendorf (Start am Bahnhof) zur Demonstration nach Telgte, wo sich die Aktivisten gegen 14 Uhr zu einer Kundgebung treffen.

Zwischenstopp in Ahaus

Am Montag (25. Juli) geht die Fahrraddemo weiter Richtung Ahaus. Die „Tour de Natur“ war in dieser Form bereits 2020 geplant, musste aber Corona-bedingt verschoben werden. Auf dem zweiten Anlauf hat das ehrenamtliche Team die vierzehntägige Demonstration durch NRW auf die Beine gestellt – trotz aller Unwägbarkeiten.

Mitradeln können alle, auch Tagesgäste. Es braucht nur Alltagsfitness und ein tourentaugliches Rad. Übernachtet wird in Turnhallen oder im eigenen Zelt, Isomatte und Schlafsack sind mitzubringen. Weitere Infos und Anmeldung: www.tourdenatur.net, (ab 24. Juli) 0176/96 52 34 08.

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