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Argala-Marabus mit Nachwuchs

Allwetterzoo gelingt Nachzucht eines bedrohten Vogels

Münster

Geschlüpft: In seinem Artenzentrum in Kambodscha ist dem Allwetterzoo Münster die Nachzucht eines bedrohten Vogels gelungen. Sie könnte zur Weltpremiere werden.

Ein Elterntier des Argala-Marabus kümmert sich um das erste Küken. Foto: ACCB/Kees Groos

Am 24. Dezember 2022 schlüpfte das erste Küken, zwei Tage später dann das zweite. Die beiden kleinen Argala-Marabus werden im Allwetterzoo-Artenschutzzentrum (Angkor Centre for Conservation of Biodiversity, kurz  ACCB) in Kambodscha von den Elterntieren gut versorgt und sind gesund, wie der Zoo mitteilt.

Das ist insofern von großer Bedeutung, da erst einer anderen zoologischen Einrichtung die Nachzucht des Argala-Marabus gelungen ist, dort aber die Küken während der Aufzucht gestorben sind.

Sehr seltener Vogel

„Wenn es den Elterntieren und dem Team im Artenschutzzentrum gelingt die Küken erfolgreich groß zu ziehen, dann haben wir quasi die Welterstnachzucht geschafft. Hoffen wir für die Vogelart, dass uns das gelingt“, sagt Dr. Philipp Wagner, Kurator für Forschung und Artenschutz für das ACCB

Steckbrief Argala-Marabu

Gehalten wird der Argala-Marabu nur selten und ist zurzeit in keinem europäischen Zoo zu finden. „Insgesamt sind weltweit aus zoologischen Einrichtungen nur 13 Tiere bekannt, neun davon werden im ACCB gehalten“, erklärt Wagner. „Daran erkennt man, welche Bedeutung das ACCB für diese Vogelart hat, denn nur durch die Haltung konnte das Team in Kambodscha die nötigen Erfahrungen sammeln, die jetzt zum Erfolg geführt haben.”

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