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Studie in der Krebsberatungsstelle

Ambulante Beratung für jedes Geschlecht

Münster

In einer bundesweiten Studie soll geprüft werden, wie wirksam verschiedene Maßnahmen sind, um Männern den Gang in Krebsberatungsstellen zu erleichtern. Eine der Regionen, die dabei untersucht werden, ist das Münsterland.

 

Jonas Kirschner, Gudrun Bruns und Marvin Bült von der Krebsberatungsstelle. Foto: pd

Männer sind durch eine Krebserkrankung genauso häufig psychosozial belastet wie Frauen. Wenn man ihnen im Krankenhaus entsprechende Unterstützung anbietet, nehmen sie diese auch genauso häufig wahr wie Frauen, heißt es in einer Mitteilung der Krebsberatungsstelle Münster. Im ambulanten Bereich sieht es aber anders aus – nur 30 Prozent aller Ratsuchenden in Krebsberatungsstellen sind Männer.

Nachdem in einer ersten Studie untersucht wurde, was es Männern schwer macht, den Weg in die Beratung zu finden, soll nun in einer bundesweiten Studie unter Leitung der Universitätsmedizin Mainz geprüft werden, wie wirksam verschiedene Maßnahmen sind, um Männern den Gang in Krebsberatungsstellen zu erleichtern.

In dieser Studie „Wege ebnen für Männer – Geschlechtsspezifische Zuweisung und Konzepte für die ambulante Krebsberatung“ wurde von Mitarbeitern aus 14 Krebsberatungsstellen ein breites Maßnahmenpaket erarbeitet, das Zugangswege neu strukturiert und spezielle (Info-)Materialien beinhaltet, die vor allem Männer ermutigen sollen, Krebsberatung in Anspruch zu nehmen, heißt es in einer Pressemitteilung der Krebsberatungsstelle Münster. Berater aus Krebsberatungsstellen, Ratsuchende, Vertreter on Selbsthilfegruppen und Ärzte haben Informationsmaterialien entwickelt, einen kurzen Informationsfilm, einen Teaser und „Rezeptblöcke“, mit denen Ärzte Krebsberatungsstellen empfehlen können.

Eine von sieben Regionen in Deutschland

Das Münsterland ist eine von sieben Regionen deutschlandweit, in denen die neuen Zugangswege und Angebote umgesetzt werden. In der Studie wird über einen Zeitraum von zwölf Monaten untersucht, ob der Anteil der ratsuchenden Männer in den Krebsberatungsstellen steigt, die das Maßnahmenpaket umsetzen. Gefördert wird die Studie von der Deutschen Krebshilfe.

Informationen zur Studie sind auf der Website www.gutgegenkopfkino.de zu finden. Die Krebsberatungsstelle des Tumor-Netzwerk im Münsterland (TiM) hat in diesem Zusammenhang vor allem ihr Angebotsspektrum um Freizeitangebote für Männer erweitert.

Mit Wanderungen, Kanufahren und entspannten Nachmittagen mit Outdoor-Spielen haben Männer mit einer Krebserkrankung und Männer, deren Angehörige an Krebs erkrankt sind, die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Männern entspannte Nachmittage zu verbringen und über alltägliche oder auch persönliche Dinge ins Gespräch zu kommen.

Informationen zum Angebot der Krebsberatungsstelle Münster gibt es unter www.krebsberatung-muenster.de sowie unter 0251/62562010.

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