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Nachfolge von Dorothee Feller

Neuer Regierungspräsident Bothe tritt Amt im September an

Münster

Die politische Top-Personalie im Münsterland ist entschieden: Andreas Bothe wird neuer Regierungspräsident von Münster. Der FDP-Politiker tritt die Nachfolge von Dorothee Feller an. Sein Amt wird er im September antreten.

Von Anne Eckrodt

Andreas Bothe wird neuer Regierungspräsident von Münster. Foto: picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd

Spekuliert wurde in den vergangenen Tagen viel, jetzt herrscht Klarheit: Der gebürtige Bielefelder Andreas Bothe wird neuer Präsident der Bezirksregierung Münster und tritt damit die Nachfolge von Dorothee Feller (CDU) an, die als NRW-Bildungsministerin in die Landesregierung gewechselt war.

Der Jurist wurde in der letzten Sitzung des Landeskabinetts vor der Sommerpause am Freitag bestimmt und wird sein Amt zum 1. September antreten. Er ist der erste Regierungspräsident der Nachkriegszeit mit FDP-Parteibuch auf dem Chefsessel der Behörde in Münster. Bothe war bis zum Wechsel der Landesregierung im Juni dieses Jahres Staatssekretär im NRW-Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration.

Viele Namen machten vorab die Runde

Im Vorfeld der Entscheidung machten in politischen Kreisen einige Namen die Runde. Neben den CDU-Landräten der Region – Dr. Olaf Gericke (Warendorf), Dr. Christian Schulze Pellengahr (Coesfeld) und Dr. Kai Zwicker (Borken) – waren dies unter anderem die frühere CDU-Bildungsministerin Anja Karliczek sowie der Bocholter Bürgermeister Thomas Kerkhoff (CDU).

Kommentar: Eine Überraschung

Neben dem Feller-Nachfolger hat das Kabinett am Freitag auch über die Neubesetzung der Chefposten in den vier weiteren Bezirksregierungen entschieden. So übernimmt in Düsseldorf der Grüne Thomas Schürmann das Ruder, in Köln rückt Dr. Thomas Wilk (SPD) an die Spitze, in Arnsberg der Christdemokrat Heinrich Böckelühr, und Anna Katharina Bölling (ebenfalls CDU) wird neue Regierungspräsidentin von Detmold.

Wüst löst mit Ernennung ein Versprechen ein

Für letzteren Posten war zuvor auch Bothe gehandelt worden. Mit dessen Ernennung löst Wüst ein Versprechen ein, das er zu seinem Amtsantritt gegeben hatte: Bei der Vergabe der Spitzenpositionen in den Bezirksregierungen berücksichtigt er nicht nur die größte Oppositionspartei, sondern neben dem grünen Koalitionspartner auch die FDP, die bei der Landtagswahl im Mai eine herbe Schlappe hinnehmen musste.

Mit Blick auf die Ernennung Bothes, aber auch die anderen Neubesetzungen betonte Wüst am Freitag: „Sie alle stehen mit ihrer Herkunft und ihrem Werdegang für die Breite und Vielfalt unseres Landes. Sie bringen umfassende Expertise aus Kommunal-, Landes- und Bundesverwaltung mit. Uns alle eint, dass wir Antworten auf die großen Herausforderungen dieser Zeit finden wollen und ein nachhaltiges, lebenswertes, sicheres und soziales Land schaffen wollen.“

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